Anzeige
17. September 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

AIG-Bail-out perfekt

Der taumelnde US-Versicherungsriese American International Group (AIG) ist der Insolvenz vorerst entgangen, die US-Regierung verstaatlicht den Konzern und übernimmt knapp 80 Prozent der Anteile. Die Fed greift AIG zudem mit einem Überbrückungskredit in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar unter die Arme, wie die US-Notenbank mitteilt.

Nach drastischem Kursverfall und angehäuften Verlusten von knapp 20 Milliarden US-Dollar stand AIG bis gestern Abend kurz vor dem Kollaps (cash-online berichtete). Der nun gewährte Notfall-Kredit ist Teil eines groß angelegten Umstrukturierungsplans. Fed-Angaben zufolge ist die Finanzspritze durch Vermögenswerte von AIG-Töchtern gedeckt und auf zwei Jahre befristet. Die Rückzahlung soll über Veräußerungen von Unternehmenssparten und sonstigen Assets erfolgen. Für die großen deutschen Versicherer könnten die geplanten Verkäufe günstige Chancen zum Einstieg in den US-Markt eröffnen.

Deutsche Kunden des hierzulande zu den führenden Anbietern im Bereich von Industrie- und Managerhaftpflichtpolicen (D&O) gehörenden US-Versicherers können nach dem staatlichen Eingriff vorerst aufatmen. Allerdings dürfte das hohe AIG-Engagement in Kreditausfallversicherungen für Anleihen noch einige Schockwellen ? auch durch die deutschen Märkte ? senden. Das Ausmaß ist derzeit noch nicht abzusehen.

GDV: Keine Gefahr bei deutschen Versicherern

Unterdessen ist die Versicherungsbranche hierzulande bemüht, die Gemüter zu beruhigen: Die Finanzmarktkrise sei keine Krise der Assekuranzen, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin, mit. Die Unternehmen könnten jederzeit ihre Verträge erfüllen, denn die Kapitalanlagen seien nach strengen Anlagegrundsätzen der Sicherheit und Rentabilität angelegt. Darüber wache auch die staatliche Finanzaufsicht. (hb/hi)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

“BU-Beratung durch Makler als bester Weg zur passenden Lösung”

“Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein hoch erklärungsbedürftiges Produkt”, sagt Michael Stille, Vorstandsvorsitzender der Dialog Lebensversicherung. Im Interview mit Cash. sprach er über die Bezahlbarkeit von BU-Policen und “best advice” vom Versicherungsmakler.

mehr ...

Immobilien

Die teuersten Hansestädte

Hamburg ist die teuerste der Hansestädte, sowohl für Mieter, als auch für Käufer. Ein Quadratmeter kostet mehr als doppelt so viel wie in Stralsund. Immowelt hat untersucht, welches die teuersten und günstigsten Städte der Hanse sind.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzkrise ist in der dritten Runde

Nach Meinung von Volkswirt Prof. Dr. Thomas Mayer befindet sich die Finanzkrise in der dritten Phase, mit politischen Trends, die aber auch Auswirkungen auf den Finanzsektor haben.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...