Debeka zieht positive Bilanz für 2007

Deutschlands größter privater Krankenversicherer, die Koblenzer Debeka Gruppe, hat im vergangenen Jahr 40 Prozent des Neugeschäfts im Vollversicherungsbereich für sich verbuchen können ? doch die Gesundheitsreform wirft ihre Schatten voraus.

Die Einnahmen der Debeka Versicherungsunternehmen stiegen 2007 um 2,9 Prozent von 7,306 auf 7,517 Milliarden Euro, teilt die Gesellschaft in ihrer Bilanzmeldung mit. Damit verbesserte sie sich nach eigenen Angaben auf Platz sechs der zehn größten in Deutschland tätigen Versicherungskonzerne.

Zusammen mit den Geldeingängen der Debeka Bausparkasse erzielte der Debeka Konzern 2007 Einnahmen in Höhe von 9,861 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme der Gruppe stieg um 7,4 Prozent auf 63,323 Milliarden Euro. Die Kapitalerträge konnten um 8,7 Prozent (243 Millionen Euro) auf mittlerweile 3,037 Milliarden Euro erhöht werden. Insgesamt betreut die Gruppe nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen Kunden und rund 13 Millionen Verträge.

Im Kerngeschäftsfeld private Krankenversicherung hat die Debeka zwar 40 Prozent des Neugeschäfts bei Vollversicherungen auf sich vereinen können, allerdings hat sich der Netto-Neuzugang im Vergleich zu 2006 von 42.600 auf rund 23.700 Personen ? wie auch in der gesamten Branche ? fast halbiert. Es gelte abzuwarten, wie die Entwicklung nach der Gesundheitsreform im Jahr 2009 aussehe, so Vorstandvorsitzender Uwe Laue. Die Debeka ist eines von rund 30 Unternehmen, die im März 2008 Verfassungsbeschwerde gegen die Gesundheitsreform eingereicht hat (cash-online berichtete hier). (hi)

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