Anzeige
Anzeige
10. März 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Versicherer mit unflexibler Preissetzung

Deutsche Versicherungsunternehmen nutzen das Instrument der kundenorientierten Preissetzung zu wenig, um in stagnierenden Märkten signifikant zu wachsen.
Das ist das Ergebnis einer vergleichenden Studie, die von Simon-Kucher & Partners, Bonn, in Deutschland, Italien, Spanien Großbritannien, der Schweiz und der USA durchgeführt wurde. Im Rahmen der Untersuchung wurden Versicherermanager gefragt, wie sie auf die stagnierenden Versicherungsmärkte reagieren, um Gewinne zu steigern. Grundsätzliche Möglichkeiten seien Preiserhöhung, Kostensenkung (Risiko, Vertrieb oder Verwaltung) und Volumenerhöhung.

Von allen Befragten werden Preiserhöhungen und Risikokostensenkung als zentrale Maßnahmen zur Gewinnsteigerung gesehen. Dabei stelle das Pricing den wichtigsten Gewinntreiber dar. Allerdings spielt es laut Studie in Deutschland und Italien nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz dazu stehen die USA und die Schweiz, die dem Pricing eine sehr hohe Bedeutung beimessen.

Wichtig sei, so die Studie, dass die Preise hinsichtlich der Preiselastizitäten der Kunden, also der erwarteten Reaktion des Volumens auf eine Preisänderung, gesetzt werden. Denn kundenorientiertes Pricing biete einen der wenigen verbliebenen Wachstumsvorteile in der Assekuranz. Der Untersuchung zufolge findet sich Deutschland in dieser Hinsicht als internationales Schlusslicht wieder und das beinahe auch beim Wachstum. ?Märkte, die beim Thema Pricing den Kunden im Blick haben, realisieren ein deutlich höheres Wachstum als Versicherer, die sich an ihren eigenen Kosten oder ihren Wettbewerbern orientieren.? so Dirk Schmidt-Gallas, einer der beiden Autoren der Studie.

Demgegenüber erfreut sich das Instrument Volumenserhöhung in allen Ländern nur mittelmäßiger Beliebtheit. Grund dafür seien intensiver Verdrängungswettbewerb und harte Preiskämpfe, die in schwach wachsenden Märkten schnell zu einem Nullsummenspiel führten. Ebenso hätte Kostensenkung in Verwaltung und Vertrieb bei allen Studienteilnehmern ausgedient. (mo)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Honorarannahmeverbot (auch) für BGH-Richter

Es soll ein Honorarannahmeverbot für Versicherungsmakler eingeführt werden, da eine Vergütung die “Unabhängigkeit eines Versicherungsmaklers suggerieren” könnte. Kann nicht auch das Gegenteil eintreten und eine sehr großzügige Honorarvergütung die Unabhängigkeit gefährden?

mehr ...

Immobilien

Bauboom geht weiter – doch Wohnungsmangel bleibt

Der Boom im deutschen Wohnungsbau hält angesichts der starken Nachfrage an. Im vergangenen Jahr wurden 277.700 Wohnungen fertig gestellt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Allerdings liegt dies Zahl noch deutlich unter dem Bedarf.

mehr ...

Investmentfonds

Meag setzt auf Liquid Alternatives

Liquid Alternatives sind derzeit speziell im Segment Multi Asset stark nachgefragte Vermögenswerte. Die Meag hat nun einen Publikumsfonds zum Thema aufgelegt.

mehr ...

Berater

Bankenfusion: Frankfurter Volksbank und Volksbank Maingau schließen Kooperationsvertrag

Die Frankfurter Volksbank und die Vereinigte Volksbank Maingau wollen fusionieren. Hierzu haben die beiden Institute einen Kooperationsvertrag geschlossen. Der Zusammenschlusses soll noch im laufenden Jahr erfolgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bürgerenergie-Projekte dominieren erste Windkraft-Ausschreibung

Die Konsequenzen der aktuellen Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Onshore-Windparks sind mehr Wettbewerb, hohe Unsicherheit und weniger Investitionsobjekte. Kommentar von Thomas Seibel, Geschäftsführer der re:cap global investors ag

mehr ...

Recht

Möblierte Wohnungen: Checkliste für Vermieter

Möblierte Wohnungen auf Zeit mieten zu können ist für Mieter und Vermieter praktisch. Auch wenn Mieter und Vermieter in der Regel Privatpersonen sind, müssen sie einige wichtige Punkte beachten. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste erstellt.

mehr ...