30. April 2008, 00:00
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HDI-Gerling: Neugeschäft geht zurück

Die zur Hannoveraner Talanx-Gruppe gehörende HDI-Gerling Lebensversicherung hat in 2007 einen Einbruch im Neugeschäft erlitten.

Im ersten vollständigen Geschäftsjahr seit die Gesellschaft mit Gerling und Aspecta zusammengeführt wurde, verringerten sich die Neugeschäftsbeiträge um 2,6 Prozent auf 361 Millionen Euro.

Ausschlaggebend sei unter anderem der Sondereffekt der Riester-Förderstufe im Vorjahr 2006 gewesen. Auch das Neugeschäft der Kölner Schwestergesellschaft Aspecta Lebensversicherung AG fiel im Inland um 16 Millionen Euro auf 71 Millionen Euro.

Insgesamt seien die gesteckten Integrationsziele der HDI-Gerling-Leben-Gruppe dennoch erreicht worden: Die gebuchten Bruttoeinnahmen stiegen um 3,2 Prozent auf über drei Milliarden Euro. Vor allem dank der Auslandsaktivitäten, die rund ein Viertel beisteuerten, weisen auch die Neugeschäftsbeiträge des Konzerns letztlich insgesamt einen leichten Anstieg von 1,4 Prozent aus. Allein Aspecta erreichte mit rund 350 Millionen Euro im Auslandsgeschäft ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trotz veranschlagter Integrationskosten im jeweils zweistelligen Millionenbereich steigerte die HDI-Gerling Leben ihren Jahresüberschuss um drei Millionen Euro auf 34 Millionen Euro und auch Aspecta erfüllte mit einem Ergebnis von 3,2 Millionen Euro die Erwartungen.

Der HDI-Gerling Leben-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans Löffler zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden, zumal der veränderte rechtliche Rahmen für zusätzliche Komplikationen gesorgt habe: “Mit der parallelen Umsetzung der VVG-Reform und der Integration mit den Standortverlagerungen haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Herkulesaufgabe gestemmt”. Die Reorganisation in Folge der Fusion sei im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen worden.

Die Talanx-Gruppe ist die Nummer Drei im deutschen Versicherungsmarkt. Im Jahr 2005 hatte der Konzern den kriselnden Kölner Wettbewerber Gerling übernommen. Im Zuge der Konsolidierung wurden einige Standorte geschlossen, beispielsweise in Hamburg und Wiesbaden (cash-online berichtete hier). (hb)

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