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4. Juli 2008, 00:00
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Huk/Postbank-Kooperation könnte teuer für die Allianz werden

Der im Rahmen einer Vertriebskooperation mit der Postbank verbundene Versicherer Huk-Coburg hat Position zum anstehenden Verkauf des Bonner Geldinstituts bezogen. Die Huk habe eine Ausstiegsklausel aus dem Vertriebsvertrag, die Postbank aber nicht, sagte Vorstandssprecher Rolf-Peter Hoenen in seinem gestrigen Vortrag anlässlich des 75-jährigen Jubiläums seines Hauses.

Einseitiges Kündigungsrecht

?Wir verfolgen natürlich auch in Coburg die Diskussion über eine möglicherweise bevorstehende Änderung der Besitzverhältnisse bei unserem Partner?, so Hoenen weiter. Aktuellen Gerüchten zufolge will mit der Allianz ausgerechnet der Hauptkonkurrent der Huk in der Autoversicherung die Postbank gemeinsam mit der Commerzbank übernehmen und dort seine eigenen Produkte anbieten.

Der Ende vergangenen Jahres für einen Zeitraum von 15 Jahren geschlossene Kooperations-Vertrag sichert der Huk, Nummer Zwei im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt, den Exklusiv-Vertrieb ihrer Produkte über Postbank-Filialen zu. Es bahnt sich also ein Interessenkonflikt im Fall einer Allianz-Übernahme an. Hoenen sagte diesbezüglich, sein Unternehmen habe zwar ein Kündigungsrecht, die Postbank hingegen nicht. Der Branchenprimus aus München müsste seinen Wettbewerber also bei einer Übernahme aus dem Vertrag herauskaufen und damit deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Drittbestes Ergebnis trotz sinkendem Gewinn

In 2007 erreichte die Huk trotz eines 1,3-prozentigen Beitragsrückgangs ein moderates Beitragsplus von 0,3 Prozent und verbuchte insgesamt 4,75 Milliarden Beitragseinnahmen. Es handele sich um das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte, so der Versicherer. Ausschlaggebend sei vor allem ?ein überdurchschnittliches Beitragswachstum in der Krankenversicherung.?

Der Nachsteuergewinn fiel dennoch um 18 Prozent auf 333,6 Millionen Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr und im ersten Halbjahr 2008 konnte die Gruppe ihre Position in der Autoversicherung eigenen Angaben zufolge mit einem Bestandswachstum von 350.000 Verträgen auf 7,85 Millionen versicherte Fahrzeuge ausbauen. (hb)

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