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22. Dezember 2008, 00:00
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PKV: Zusatzversicherungen im Trend

Die privaten Krankenversicherer wollen Neukunden künftig vor allem mit Zusatztarifen gewinnen: Einer aktuellen Studie des Hamburger Unternehmensberaters Steria Mummert zufolge setzen rund sieben von zehn Anbietern auf diesen Trend.

Vollversicherung: Minus 40 Prozent im ersten Halbjahr

Das entspricht einer Zunahme von knapp 20 Prozentpunkten gegenüber 2006. Hintergrund dieser Strategie ist laut den Marktforschern der dramatische Einbruch beim Abschluss von Vollversicherungen. Dort habe für die Branche im ersten Halbjahr 2008 ein Minus in Höhe von fast 40 Prozent zu Buche geschlagen. Für das kommende Jahr prognostizieren die im Rahmen der Studie befragten 100 Entscheider aus 100 Versicherungsgesellschaften Deutschlands einen weiteren Abwärtstrend.

Um die Zielgruppe der Kassenpatienten von der Notwendigkeit von PKV-Zusatzleistungen zu überzeugen, müssen sich die Produktmanager anstrengen. Deshalb investiert bereits jeder fünfte Anbieter in die Entwicklung neuer Angebote. Damit will die Branche sich auf eine langfristige Markverschiebung vorbereiten, da die private Krankenvollversicherung ihrer Einschätzung nach im Zuge der Gesundheitsreform als Hauptprodukt der PKV immer mehr an Bedeutung verliert.

Topentscheider mit trüben Zukunftserwartungen

Die Wachstumsaussichten der Branche bewerten die PKV-Manager entsprechend pessimistisch. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte prognostiziert Umsatzrückgänge oder bestenfalls stagnierende Geschäfte. Vor drei Jahren erwartete nur jeder vierte Befragte Umsatzeinbußen in der Krankenversicherung.

Die Folgen der Gesundheitsreform für die PKV werden als größte nahende Herausforderung eingeschätzt. Der Studie zufolge sieht fast jeder zweite Topentscheider der Versicherungsbranche die Vorbereitungen auf gesetzliche Änderungen durch das eigene Haus als zentrale Zukunftsaufgabe an. (hb)

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