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9. Mai 2008, 00:00
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Schlechter Jahresauftakt für die großen Versicherer

Die anhaltende Finanzkrise hat sowohl der Münchener Allianz Gruppe als auch der Aachener AMB Generali Negativentwicklungen im ersten Quartal des laufenden Jahres beschert. Für den US-Versicherer American International Group (AIG), New York City, bedeuten die ersten drei Monate 2008 sogar das schlechteste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Die Allianz Gruppe verzeichnete im ersten Quartal 2008 einen um 5,7 Prozent gesunkenen Gesamtumsatz von 27,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ursache ist die andauernde Finanzkrise, so das Unternehmen. Deutlicher brach das operative Ergebnis ein: 1,856 Milliarden Euro entsprechen einer Einbuße von über eine Milliarde Euro beziehungsweise 35,3 Prozent. Davon entfallen laut Versicherer 845 Millionen Euro auf Asset Back Securities (ABS)-Wertberichtigungen.

Während das operative Ergebnis im Leben- und Krankenversicherungsgeschäft in den ersten drei Monaten 2008 um 21,5 Prozent auf 589 Millionen Euro fiel, konnte die Schadens- und Unfallversicherung dort zulegen: Der Anstieg von 1,27 Milliarden Euro im ersten Quartal 2007 auf 1,48 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2008 bedeutet ein Wachstum von 16,7 Prozent. Allerdings ging der Überschuss in dieser Sparte auf 1,06 (Vorjahreszeitraum 1,18) Milliarden Euro zurück. In der Leben- und Krankenversicherung betrug der Rückgang rund 100 Millionen Euro auf 452 Millionen Euro.

Die Krise an den internationalen Finanzmärkten hat auch das Quartalsergebnis der AMB Generali Gruppe eingetrübt: Im Vorjahresvergleich ging der Konzerngewinn um 37 Millionen auf 65 Millionen Euro zurück. Von dem Ziel, im Gesamtjahr 450 Millionen Euro Gewinn einzufahren, rückt das Unternehmen jedoch nicht ab. Die Brutto-Beitragseinnahmen der Lebens-, Kranken- und Sachversicherungsgesellschaften stiegen nach IFRS leicht auf rund 3,48 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,43).

Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde die US-Gesellschaft AIG. Die im deutschen Markt unter anderem über die Württembergische und Badische Versicherungs AG (Wüba) vertretene Nummer Eins im weltweiten Versicherungsmarkt musste den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte hinnehmen. Allein im Zeitraum von Januar bis März büßte der Branchenprimus 15 Milliarden US-Dollar ein, davon entfielen 7,81 Milliarden US-Dollar auf krisenbedingte Abschreibungen. In der Vergleichsperiode 2007 hatte die AIG-Bilanz noch einen Gewinn von 4,13 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Nach den Milliardenverlusten soll nun frisches Geld durch eine Kapitalerhöhung von 12,5 Milliarden US-Dollar helfen. (hb/hi/mo)

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