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12. August 2008, 00:00
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Studie: Zeitwertkonten beliebt, aber noch wenig verbreitet

Flexible Arbeitszeitmodelle werden, obwohl sie sich bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern großer Beliebtheit erfreuen, derzeit noch zu selten angeboten. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage zu Zeitwertkonten, die im Auftrag der Gothaer Versicherung aus Köln erstellt wurde.

Problem: Wissensdefizit

Mit 53,3 Prozent der Befragten fühlten sich über die Hälfte der Teilnehmer entweder gar nicht oder zumindest nicht ausreichend über Arbeitszeitkonten informiert. Da wundert es wenig, dass im Durchschnitt auch erst jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland über ein solches Konto verfügt. ?Die Studie zeigt, dass 84 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gerne früher als mit 67 in Rente gehen würden. Dass lediglich 18,3 Prozent ein Zeitwertkonto haben, bedeutet also akuten Handlungsbedarf?, so Meike Maaßen, Leiterin Produktmanagement der Gothaer Leben.

Über Einzahlungen von Zeit- und Geldwerten sollen Zeitwertkonten den vorzeitigen Ruhestand oder Teilzeitphasen ohne finanzielle Einbußen ermöglichen.

Von den befragten Arbeitgebern, die derzeit keine Zeitwertkonten anbieten, glaubt mit 49,2 Prozent knapp die Hälfte, dass höchstens 20 Prozent ihrer Belegschaft die Möglichkeit eines solchen flexiblen Modells nutzen würden. Die Arbeitnehmer stehen solchen Lösungen allerdings sehr aufgeschlossen gegenüber, 41 Prozent von ihnen würden die Möglichkeit sofort wahrnehmen, weitere 35,1 Prozent zeigen großes Interesse und wünschen sich mehr Infos zu dem Thema.

Vorteil: Flexibilität

Unternehmer mit Zeitwertkonten in ihren Betrieben zeigen sich zufrieden mit diesen Modellen. Fast alle von ihnen sehen den größten Nutzen der Praxis in der Flexibilisierung der Arbeitszeit. 87,1 Prozent der Arbeitgeber sind zudem der Ansicht, Zeitwertkonten steigerten sowohl die Attraktivität ihrer Unternehmen als auch die Chancen im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte. Einen weiteren großen Pluspunkt sehen 77,4 Prozent in der Steuerung der demografischen Entwicklung. 47,1 Prozent der befragten Unternehmen ohne Zeitwertkonten haben Interesse daran, solche einzuführen, 2,7 Prozent wollen sie sogar noch in diesem Jahr implementieren.

Als Gründe, Zeitwertkonten nicht einzuführen, geben knapp ein Drittel der Arbeitgeber Wissensdefizite und die unklare rechtliche Lage an. Jeder Fünfte hält das Thema zudem für zu komplex und verwaltungsintensiv. Entscheidende Faktoren bei der Einrichtung von Arbeitszeitkonten sind die Wahl eines passenden Anbieters und vor allem eine umfassende Beratungsleistung sowie ein geringer Verwaltungsaufwand. (hb)

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