WIP: GKV-Beitrag bei 25 Prozent in 2050

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den kommenden Jahren stark anziehen wird.

Die Wissenschaftler des Instituts, das zum Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), Berlin, gehört, prognostizieren für das Jahr 2050 einen Beitragssatz von rund 25 Prozent. Aktuell liegt dieser Wert bei durchschnittlich 14,9 Prozent.

Noch am heutigen Tag will der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamts (BVA) eine Empfehlung darüber abgeben, wie viel Beitragseinnahmen die Kassen mit der Einführung des Gesundheitsfonds ab 2009 benötigen. Experten rechnen mit mindestens 15,5 Prozent, die Kassen selbst wollen 15,8 Prozent.

Spätestens Mitte des kommenden Jahrzehnts kann der GKV-Beitragssatz, so die Prognose der PKV-Lobby, auch mit den jetzt vorgesehenen Steuerzuschüssen nicht mehr gezügelt werden. Etwa die Hälfte des errechneten Anstiegs gehe allein auf die Alterung der Bevölkerung zurück. Der Rest sei der allgemeinen Preissteigerung sowie dem medizinisch-technischen Fortschritts zuzuschreiben, von dem wiederum ältere Menschen besonders profitieren.

Neben den GKV-Beiträgen wird die demografische Entwicklung auch die Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie die Steuerbelastung ansteigen lassen, heißt es in der Mitteilung des PKV-Verbands.

Das WIP will die Berechnung künftig jährlich aktualisieren und damit ?einen Gradmesser für den Erfolg oder Misserfolg der Gesundheitspolitik? etablieren. (hi)

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