Finanzkrise verunsichert Assekuranz

Die Versicherungswirtschaft hat weltweit deutlich an Selbstvertrauen eingebüßt: Laut einer aktuellen Umfrage unter Branchenbeobachtern fühlen sich nur noch vier Prozent für die kommenden Herausforderungen gut vorbereitet.

Es sind vor allem sinkende Renditen, die turbulenten Aktienmärkte sowie eine drohende Kapitalknappheit, die den Branchenkennern Sorgenfalten auf die Stirn treiben, berichtet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Price-Waterhouse Coopers (PWC), Frankfurt. Das gelte spartenübergreifend für Lebens-, Sach- und Rückversicherung.

Vor zwei Jahren war noch rund jeder fünfte Befragte der Ansicht, die Versicherungswirtschaft sei gut auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. Nun sind es nur noch vier Prozent. Dass die Branche explizit schwach aufgestellt ist, glauben elf Prozent.

„Für die Versicherungskonzerne ist die Welt heute eine vollkommen andere als noch vor 18 Monaten. Die drei am häufigsten genannten Probleme – sinkende Renditen, volatile Aktienmärkte und Kapitalknappheit – treffen die Branche deutlich“, erklärt PWC-Vorstand Werner Hölzl. 2007 standen dagegen noch die Themen Überregulierung, Naturkatastrophen und Managementqualität an der Spitze der Sorgen-Skala.

Im Rahmen der Studie befragten PWC und das Centre for the Study of Financial Innovation (CSFI), London, im November und Dezember 2008 rund 400 Versicherungsmanager und Branchenbeobachter aus 39 Ländern. (hi)

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