12. August 2009, 00:00
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“Frauen Verstehen” für Versicherer

Frauen verhalten sich in Versicherungsdingen anders als Männer. Beispielsweise führen sie vor Abschluss einer Police seltener systematische Angebotsvergleiche durch als ihre männlichen Pendants. Auch orientieren sie sich stärker an ihren Vermittlern und entscheiden häufiger unter zu Hilfenahme ihres sozialen Umfelds.

Das sind Erkenntnisse, welche die Forscher von You Gov Psychonomics aus ihrer aktuellen Studie „Frauen als Zielgruppe der Assekuranz“ gewinnen. Die Ergebnisse beruhen auf einer Bevölkerungsrepräsentativen Befragung von über 10.000 Versicherungskundinnen ab 14 Jahren.

Frauen und Männer dennoch nicht so verschieden

Trotz aller Unterschiede fallen die geschlechtsspezifischen Differenzen laut Untersuchung insgesamt aber häufig kleiner aus als innerhalb der Zielgruppe Frauen selbst. „Frauen stellen in der Assekuranz eine eigenständige, keineswegs jedoch homogene Zielgruppe dar“, so Dr. Michael Kerper, Leiter der Studie.

Grundsätzlich sind Frauen schlechter für das Alter abgesichert als Männer: 36 Prozent der 18- bis 59-Jährigen besitzen nach eigener Einschätzung bisher keine ausreichende Vorsorge (Männer: 31 Prozent). Zudem zeigten sich Frauen gegenüber fondsbasierten Angeboten und ausländischen Produktgebern insgesamt skeptischer als Männer.

Frauen sind keine homogene Kundengruppe

Indes zeigen sich gerade jüngere, einkommensstärkere und westdeutsche Frauen diesbezüglich deutlich aufgeschlossener als ihre Geschlechtsgenossinnen und auch viele Vertreter des „starken“ Geschlechts.

Das gilt auch für Versicherungstests, Ratings und Gütesiegel. Zwar sind diese weiblichen Kunden grundsätzlich weniger bekannt als Männern. Speziell jüngere, kinderlose und westdeutsche Frauen kennen diese aber oft gut und nutzen sie als Entscheidungshilfe – häufiger als der Durchschnitt der männlichen Versicherungskunden, so die Untersuchung.

Fazit der Studie: Frauen und Männer stehen sich trotz aller Unterschiede beim Thema Versicherungen oft näher als man zunächst denken mag. Beide Gruppen teilten nicht zuletzt die typisch deutsche „Vollkasko-Versicherungsmentalität“. Sehr deutliche Unterschiede zeigen sich hingegen hinsichtlich der unterschiedlichen Lebensumstände, Lebenszyklusphasen und (Erwerbs-)Biographien zwischen den Frauen. (mo)

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