Nachwuchs in der Versicherungswirtschaft gesichert

In der Versicherungswirtschaft wird weiterhin ausgebildet. Die Quote stieg in 2008 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 auf 6,8 Prozent. Ausgebildet wird der Nachwuchs zu knapp 73 Prozent in den Versicherungsunternehmen, 19,5 Prozent der Azubis werden in Agenturen der Versicherer ausgebildet und 7,5 Prozent absolvieren ein duales Studium.

Das ist das Ergebnis der Ausbildungsumfrage 2009, die der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und dasBerufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) zum sechsten Mal durchgeführt haben. Die Umfrage hat einen Repräsentationsgrad von knapp 83 Prozent in Bezug auf die Beschäftigtenzahl in der Versicherungswirtschaft.

Recruiting der Kandidaten über das Internet

Um geeignete Kandidaten zu finden, nutzen knapp 95 Prozent der Versicherungsunternehmen das Internet. Stellenanzeigen in regionalen Printmedien schalten fast 80 Prozent der Befragten, rund 70 Prozent sind auf Job- und Ausbildungsmessen präsent. Fast 95 Prozent melden freie Stellen an die Arbeitsagenturen.

Geeigneter Nachwuchs ist rar

In der Versicherungswirtschaft macht sich die demografische Entwicklung bereits bemerkbar. Die Bewerberzahlen gehen jedoch nicht nur deshalb zurück, sondern auch aufgrund des „Imageproblems“ das der Finanzbranche anhaftet.

Allerdings ist auch die Qualität der Bewerber und die fehlende Eignung ein Problem. Die Versicherer bemängeln die teilweise schlechte schulische Bildung in den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Zudem lasse die Ausdrucksweise der Bewerber häufig zu wünschen übrig. Problematisch seien beispielsweise mangelnde Motivation und Flexibilität sowie Konzentration.

Ausbildungsatlas: Ausbildungsstand gut

Das positive Einstellungsverhalten unterstreicht auch die kürzlich veröffentlichte Studie „Ausbildungsatlas Finanzdienstleistung“ der Öffentlichen Versicherung Braunschweig gemeinsam mit Professor Dr. Klaus Mertens (cash-online berichtete hier). Hier gaben 80 Prozent der befragten Versicherungen und Kreditinstitute an, Nachwuchs auszubilden. Allerdings gehen auch knapp 58 Prozent der Befragten davon aus, dass die Zahl der Bewerber in Zukunft abnehmen wird. (ks)

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