Neugeschäft bei Standard Life bricht ein

Das hierzulande abgeschlossene Neugeschäft des britischen Versicherers Standard Life ist im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark eingebrochen. So wurden mit rund 8.200 Verträgen fast 47 Prozent weniger verkauft als noch in der ersten Hälfte des letzten Jahres. Der Gesamtbestand zu Ende Juni 2009 ist auf über 514.000 Verträge gestiegen – das sind 1,75 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Das APE (laufender Beitrag plus ein Zehntel Einmalbeitrag) sank von 40,9 Millionen auf 24,7 Millionen Euro. „Die Zurückhaltung der Kunden ist nach wie vor sehr hoch. Das macht sich aktuell vor allem bei kapitalmarktorientierten Anbietern bemerkbar und hat sich entsprechend auch auf unsere Geschäftsergebnisse niedergeschlagen“, so Bertram Valentin, Managing Director von Standard Life Deutschland, zu den Halbjahresergebnissen.

Eine wachsende Bedeutung hat für das Unternehmen die staatlich geförderte Altersvorsorge. Insbesondere die betriebliche Altersvorsorge (bAV) habe im abgelaufenen ersten Halbjahr mit einem APE von 5,9 Millionen Euro einen erheblichen Neugeschäftsanteil von 28 Prozent ausgemacht, so der Versicherer.

Der Gewinn vor Steuern des Gesamtkonzerns fiel von 543 Millionen Pfund in den ersten beiden Quartalen des vergangenen Jahres auf 348 Millionen Pfund im ersten Halbjahr 2009. Der auf die Anteilseigner entfallende IFRS-Verlust nach Steuern beträgt 20 Millionen Euro – in der ersten Hälfte 2008 gab es einen Gewinn in Höhe von 161 Millionen Euro. (mo)

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