11. März 2010, 11:47
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Allianz AG macht Umsatzsprung dank Leben-Sparte

Der Versicherungskonzern Allianz Deutschland AG (ADAG) hat seinen Umsatz in 2009 um 6,9 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro gesteigert. Ausschlaggebend war vor allem das Geschäft in der Lebensversicherung, wo die Beitragseinnahmen um 11,6 Prozent auf 15 Milliarden Euro zulegten. Belastungen durch Umstrukturierung und Finanzkrise drückten den Konzernüberschuss dennoch von 2,3 auf eine Milliarde Euro.

Operativ erwirtschaftete die ADAG 1,4 Milliarden Euro, nach 2,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Als Ursachen für den gesunkenen Gewinn nennt das Unternehmen geringere laufende Kapitalerträge aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus und ein vermindertes versicherungstechnisches Ergebnis. Zudem habe man im Vorjahr von Immobilienverkäufen profitiert. Außerdem beeinflussten hohe Zukunftsinvestitionen in den Aufbau der Allianz Bank und in den Vertrieb das Ergebnis, so der Versicherer.

Während die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung um 1,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro stiegen, gaben sie in der Schaden- und Unfallversicherung um 1,2 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro nach, da die Preise insbesondere in der Kraftfahrtversicherung marktweit erheblich unter Druck gerieten. Die Schaden-Kosten-Quote des Konzerns erhöhte sich von 95,6 auf 98,7 Prozent. Allein der Sturm „Xynthia“ werde laut ADAG mit etwa 90.000 Schadenfällen einen Aufwand von etwa 90 Millionen Euro verursachen.

Ausblick: Wenig Hoffnung in die konjunkturelle Entwicklung

Jpk Rupprecht Hi-127x150 in Allianz AG macht Umsatzsprung dank Leben-Sparte

Dr. Gerhard Rupprecht, Allianz

Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Rahmendaten für 2010 rechnet Konzern-Chef Dr. Gerhard Rupprecht nicht mit wesentlichen Wachstumsimpulsen aus der konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in der Autoversicherung sei keine Trendumkehr zu erwarten.

Chancen sieht Rupprecht dagegen in der Lebensversicherung, insbesondere im Geschäft gegen laufenden Beitrag. Das Geschäft gegen Einmalbeiträge hänge dagegen auch davon ab, inwieweit die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank anhalte. In der Krankenversicherung erwartet Rupprecht erneut einen zunehmenden Umsatz. (hb)

Foto: Shutterstock

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