Kfz-Versicherung: Huk will im Preiskampf nicht nachgeben

Die Huk-Coburg, Branchenzweite im deutschen Markt für Auto-Versicherungen, will den seit Jahren anhaltenden Preiskrieg in der Branche fortführen. Der Unterbietungswettkampf sei zwar „mörderisch“, lohne sich für das eigene Unternehmen jedoch, erklärte Huk-Vorstandssprecher Dr. Wolfgang Weiler im Interview mit der „Börsenzeitung“.

Wolfgang Weiler, Huk-Coburg
Wolfgang Weiler, Huk-Coburg

Man werde deshalb nicht den ersten Schritt machen, wenn es darum gehe, den Preiskampf zu beenden, so Weiler. Die Combined Ratio (Schadenkostenquote) in der Kfz-Versicherung habe bei der Huk im vergangenen Jahr voraussichtlich bei etwa 95 Prozent gelegen. Damit zahle sich das Geschäft zwar weniger aus als früher, sei aber weiterhin rentabel.

Das Jahr 2009 sei für die Coburger günstig gelaufen, der Kfz-Bestand habe um etwa 4,5 bis fünf Prozent beziehungsweise 350.000 Fahrzeuge zugelegt. Einen besonderen Kick habe dabei die Abwrackprämie gegeben.

Das Thema Preiskampf beherrscht die sogenannte K-Sparte bereits seit Jahren. Über den Gesamtmarkt betrachtet, befindet sich die Branche versicherungstechnisch in der Verlustzone. Viele Experten halten diese Entwicklung für ruinös und halten eine Trendwende für unausweichlich.

Auch Weiler räumte ein, dass der Preiskampf „mörderisch“ sei. Bei der Huk sei jedoch auch 2010 nicht geplant, die Preise anzuheben. Es gebe, wenn bei der Schadensentwicklung keine „besonderen Dinge passieren“, keinen Grund, das Tarifniveau zu verändern. (hb)

Hintergrundstory: Eine Branche am Limit

Foto: Huk-Coburg

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