Milliardengewinn im Auftaktquartal: Allianz SE im Aufwind

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Der Versicherungsriese Allianz SE hat mit seinen Zahlen für das erste Quartal positiv überrascht. Trotz Belastungen in der Schaden- und Unfallsparte sorgte das Geschäft in der Lebens- und Krankenversicherung für einen unerwartet hohen Gewinn.

Insgesamt fuhr der Konzern unter dem Strich ein Nettoergebnis von 1,6 Milliarden Euro ein – vor Jahresfrist waren es lediglich 29 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte gegenüber dem Vorjahr um 20,4 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 10,3 Prozent auf 30,6 Milliarden Euro.

Leben- und Krankensparte mit Rekordumsatz

Oliver Bäte, Allianz SE
Oliver Bäte, Allianz SE

Mit einem Anteil von 812 (Vorjahr: 402) Millionen Euro am operativen Ergebnis steuerte die Sparte Leben und Kranken im ersten Quartal den Löwenanteil bei. Diese Entwicklung sei vor allem auf ein gestiegenes Anlageergebnis zurückzuführen, so die Allianz. Mit 15,4 Milliarden Euro verbuchte das Geschäftsfeld zudem den höchsten je erzielten Quartalsumsatz.

„Nach einer Phase der Zurückhaltung während der Krise sind fondsgebundene Lebensversicherungen jetzt wieder gefragt. Auf der anderen Seite besteht von Kunden mit einer klaren Präferenz für Kapitalschutz nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Garantieprodukten“, sagte Vorstandsmitglied Oliver Bäte.

Kernsparte durch Naturgewalten belastet

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, litt das Ergebnis in der Kernsparte Schaden und Unfall unter Naturkatastrophen. Der operative Gewinn der Sparte schrumpfte dadurch um ein Viertel auf 712 Millionen Euro. Die Schaden/Kosten-Quote schoss gegenüber dem Vorjahr von 98,7 auf 100,4 Prozent und erreichte damit den schlechtesten Wert seit 2002.

Erfolge meldet die Unternehmensgruppe dafür im Asset Management. Dort profitierte die Allianz vom jüngsten Börsenaufschwung. Das operative Ergebnis stieg um 120,9 Prozent auf 466 Millionen Euro und die verwalteten Kundengelder erreichten mit rund einer Billion Euro per 31. März 2010 einen historischen Höchststand. Ende 2009 wurden Drittgelder von 926 Milliarden Euro gemanagt. (hb)

Fotos: Allianz

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