Ombudsmann meldet weniger Beschwerden über Versicherer

Versicherungsombudsmann Professor Dr. Günter Hirsch

Der Versicherungsombudsmann Professor Dr. Günter Hirsch (Foto) hatte 2009 weniger zu tun als im Vorjahr. Besonders in der Renten- und Lebensversicherung gingen die Beschwerden zurück. Die Eingaben gegen Vermittler blieben auf konstant niedrigem Niveau.

Die Zahl der in 2009 eingegangenen Beschwerden ist gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 18.145 gesunken, so der heute in Berlin vorgestellte Bericht des Ombudsmanns. Die positive Entwicklung sei vor allem auf weniger Eingaben in der Lebens- und Rentenversicherung zurückzuführen, die mehr als sieben Prozent unter denen des Vorjahres lagen.

Den Grund dafür sieht Ombudsmann Hirsch in der verbesserten Informationslage der Versicherungsnehmer über die Beteiligung an den Überschüssen und stillen Reserven. Noch im Jahr 2008 hätten diesbezügliche Fehlvorstellungen Anlass zu vielen Beschwerden gegeben, so Hirsch weiter. Nach wie vor betrafen die meisten Beschwerden die Lebens- und Rentenversicherung (36,3 Prozent), gefolgt von der Rechtsschutzversicherung (13,4 Prozent) und der Kfz-Versicherung (10,3 Prozent).

In der vergangenen Woche hatte bereits die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in ihrem Jahresbericht 2009 festgestellt, dass die Zahl der Beschwerden über die Lebensversicherer in 2009 deutlich zurückgegangen ist. Mit 3.451 Eingaben waren es im Vergleich zum Vorjahr fast 16 Prozent weniger.

Gemessen an den rund 90 Millionen Lebensversicherungsverträgen entspricht die Beschwerdequote bei der Bafin lediglich 0,0038 Prozent, freut sich der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV). „Die Zahlen machen deutlich, dass die Versicherungswirtschaft die letzten Jahre genutzt hat, um die Beratung und Information der Kunden deutlich zu verbessern“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV.

Seite 2: Beschwerden gegen Vermittler bleiben die Ausnahme

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