Anzeige
Anzeige
12. Januar 2010, 12:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rentenexperten glauben an Riester und Rürup-Modelle

Höchstens jeder Fünfte der heute unter 30-Jährigen wird seinen Lebensstandard im Alter halten können. Knapp 30 Prozent der heute über 40-Jährigen und mehr als ein Drittel der über 50-Jährigen haben die Chance, ihren Ruhestand ohne größere finanzielle Einbußen genießen zu können.

Sparen-Umfrage-127x150 in Rentenexperten glauben an Riester und Rürup-ModelleDas ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung von sieben Rentenexperten durch die Hamburger Versicherungsgruppe Hanse Merkur.

Die Befragten gehen trotz der offensichtlichen Versorgungslücke bei den jüngeren Erwachsenen nicht davon aus, dass der dass der heutige Beitragssatz der Rentenversicherung von 19,9 Prozent wesentlich steigen werde. Auf mittelfristige Sicht sei in fünf Jahren ein Beitrag von 20,7 Prozent, in zehn Jahren von 21,9 Prozent zu erwarten, heißt es in der Mitteilung.

“Die demographische Entwicklung bringt die gesetzliche Rentenversicherung in ihrer heutigen Form an ihre Grenzen. Weitere deutliche Beitragssteigerungen sind politisch nicht durchsetzbar”, sagt Eberhard Sautter, Vorstand der Hanse Merkur.

Daher würden staatlich unterstützte private Vorsorgemodelle wie Riester oder Rürup künftig noch stärker in den Fokus rücken, so das Urteil der befragten Experten. Vor allem durchschnittlich verdienenden Singles und Menschen mit Kindern würden sie einen Riester-Vertrag empfehlen. Aber auch Arbeitnehmer unter Arbeitnehmern unter 50 Jahren und gutverdienenden Singles empfehlen der Umfrage zufolge sechs der sieben Experten einen solchen Vertrag abzuschließen.

Fünf bis 20 Prozent des Bruttogehalts in die Altersvorsorge investieren

Auf die Frage nach der Höhe der Ansparrate für das Alter empfehlen drei der Experten den unter 30-Jährigen, mindestens fünf Prozent des Bruttojahresgehalts zurückzulegen, wenn sie heute mit einer privaten Altersvorsorge beginnen würden.

Den 30- bis 40-Jährigen, die heute mit der Vorsorge anfangen, raten die Befragten eine Sparrate zwischen fünf und zehn Prozent. Über 40-Jährige sollten nach Meinung einiger Rentenfachleute sogar zehn bis 20 Prozent ihres Bruttogehalts in die Zukunft investieren, damit es für den Lebensabend reicht.

Befragt wurden unter anderem Bernd Raffelhüschen, Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Universität Freiburg, Tristan Nguyen, Professor für Volkswirtschaftslehre, Versicherungs- und Gesundheitsökonomik an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr und Professor Dr. Klaus Jäger, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre der FU Berlin, unter anderem mit den Forschungsschwerpunkten Altersvorsorge und Demographie. (ks)

Schlechte Aussichten11 in Rentenexperten glauben an Riester und Rürup-Modelle

Foto: Shutterstock; Grafik: Hanse Merkur

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...