GDV: Wo die Kfz-Police am wenigsten kostet

Die Beitragshöhe für Kfz-Versicherungen weist im bundesweiten Vergleich weiterhin ein deutliches Süd-Ost-Gefälle aus, wie die neue Regionalstatistik des Branchenverbands GDV zeigt. Demnach fahren Autofahrer in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auch im kommenden Jahr besonders günstig.

auto geld preis euroDer Grund für die abweichende Prämienhöhe ist, dass die Schadensbilanz der Autofahrer im Osten geringer ausfällt als im Süden der Republik. Beeinflusst werde sie, so der GDV, vom Fahrverhalten, der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und den örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnissen. Die Unfallbilanz in den Regionen ist seit Jahren konstant, große Veränderungen gibt es daher in der Regionalstatistik kaum.

Indessen hat sich Bremen erneut den Spitzenplatz im Ranking der 15 größten deutschen Städte gesichert. Die Norddeutschen fahren auch 2012 in der äußerst günstigen Regionalklasse 3. Sie liegen damit deutlich vor den zweitplatzierten Hannoveranern, die in der Regionalstufe 7 eingestuft werden. Die teuersten Großstädte bleiben Nürnberg und Berlin mit der Regionalklasse 12.

Hintergrund: Die Regionalklassen werden bei der Beitragsberechnung zur Kfz-Versicherung berücksichtigt. Sie spiegelt die Schadenbilanz einer bestimmten Region wieder. Die Regionalklasse wird vom Fahrverhalten der Autofahrer, von der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und von den örtlichen Straßenverhältnissen beeinflusst.

Die Regionalstatistik für die Kaskoversicherung berücksichtigt zudem örtliche Besonderheiten, wie die Diebstahlhäufigkeit, die Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle. Für die Haftpflicht gibt es 12, die Teilkasko 16 und die Vollkasko 9 Klassen. Je höher man eingestuft ist, desto teurer ist die Autoversicherung.

Die Regionalstatistik wird einmal im Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV herausgegeben. Sie ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel gilt sie ab dem 1. Januar 2012. (hb)

Foto: Shutterstock

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