14. Februar 2012, 10:49
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„Die Chancen sind ausgezeichnet“

Einer Studie zufolge halten mehr als 80 Prozent der deutschen Versicherer den demografischen Wandel für den wichtigsten Megatrend. Über die Marktchancen sprach Cash. mit Reinhold Schulte, Vorstandschef der Signal-Iduna-Gruppe und Vorsitzender des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

Reinhold Schulte, Signal Iduna

Cash.: Welche Megatrends werden die Assekuranz künftig besonders beschäftigen?

Schulte: Wie der von uns zusammen mit der Universität St. Gallen jüngst veröffentlichte „Vertriebsmonitor für die Assekuranz“ zeigt, beschäftigen sich die Versicherungsunternehmen derzeit am intensivsten mit dem demografischen Wandel. Ein weiteres wichtiges Thema ist die zunehmende Vernetzung der Menschen – vor allem im Internet. So definieren sich beispielsweise immer mehr Menschen über ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Online-Netzwerken. Mit der zunehmenden Digitalisierung aller Prozesse tragen die Versicherungen dieser Entwicklung bereits Rechnung. Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema in der Branche ist das Management der Kapitalanlagen, also die Frage: Wie lege ich in Zukunft das Geld meiner Versicherungsnehmer rentabel und sicher an. Nur Unternehmen, die darauf die richtige Antwort haben, werden am Markt langfristig überleben.

Cash.: Kommen wir noch einmal auf den demografischen Wandel zurück. Wie bewerten Sie dessen Folgen für die Branche und speziell Ihr Unternehmen? Wie sehen Sie dabei die Chancen im Bereich Pflege?

Schulte: Die Chancen, die sich daraus für die Versicherungsbranche im Allgemeinen und damit auch für die Signal-Iduna-Gruppe ergeben, sind ausgezeichnet. Zumal die öffentlichen sozialen Sicherungssysteme – forciert durch die aktuelle Staatsschuldenkrise – immer stärker unter Druck geraten und mehr und mehr an ihre Grenzen stoßen werden. Privater Schutz und private Absicherung werden also an Bedeutung gewinnen. An erster Stelle steht hierbei sicherlich die private Rentenversicherung, die in unserem Falle mit einer Überschussbeteiligung von vier Prozent zuzüglich Schlussüberschüssen und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven von 0,6 Prozent nach wie vor eine sehr attraktive Altersvorsorge darstellt. Auch beim privaten Pflegeschutz ist die Signal Iduna gut aufgestellt. Die sich durch den demografischen Wandel noch stärker differenzierenden Kundenbedürfnisse finden sich dabei bereits in der breit aufgefächerten Produktpalette vom Einsteigertarif bis hin zum Topschutz wider.

Seite 2: „Wir stimmen nicht in das Klagelied in Sachen Lebensversicherung ein“

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