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26. Juni 2012, 12:54
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Gothaer will weiter im Ausland wachsen

Der Kölner Versicherungskonzern Gothaer konnte seinen Gewinn in 2011 um 35,4 Prozent auf 145 Millionen Euro steigern (2010: 107 Millionen Euro). Die gebuchten Bruttobeiträge legten hingegen nur leicht zu (plus 1,2 Prozent). Für künftiges Wachstum soll vor allem das Auslandsgeschäft sorgen, so der Konzern.

Gothaer-Zentrale in KölnDas Bruttobeitragsgeschäft der Gothaer kletterte im vergangenen Jahr auf insgesamt 4,05 Milliarden Euro (2010: vier Milliarden Euro). Damit fällt das Plus mit 1,2 Prozent nur etwa halb so groß aus, wie der Konzern im Dezember 2011 prognostizierte – damals gingen die Kölner noch von einem Zuwachs von 2,7 Prozent in 2011 aus.

Die meisten Beiträge entfielen auf die Gothaer Allgemeine Versicherung, die das Schaden- und Unfallgeschäft im Konzern verantwortet. Das Beitragsvolumen lag in dieser Sparte bei 1,43 Milliarden Euro und konnte damit leicht gesteigert werden (2010: 1,4 Milliarden Euro).

Bei der Gothaer Leben gingen die gebuchten Bruttobeiträge hingegen um 4,8 Prozent zurück und erreichten 1,24 Milliarden Euro (2010: 1,31 Millarden Euro). Zur Begründung teilte die Konzernspitze mit, dass im Jahresendgeschäft 2011 schwerpunktmäßig Verträge gegen laufende Beitragszahlung mit Versicherungsbeginn Anfang 2012 abgeschlossen worden seien – diese Beiträge würden allerdings erst 2012 sichtbar. Zudem habe der Lebensversicherer weit konsequenter als der Markt erneut bewusst auf die Zeichnung von Kapitalisierungsgeschäft gegen Einmalbeitrag verzichtet, heißt es weiter.

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Krankenversicherung lagen mit rund 838 Millionen Euro um fünf Prozent über dem Niveau von 2010. Das Konzern-Eigenkapital kletterte um 2,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro.

„Wir blicken sehr zufrieden auf das Jahr 2011 zurück und widmen uns jetzt den aktuellen Herausforderungen, die sich aus dem Unisex-Urteil und Solvency II ergeben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Görg. Zudem werde man das Angebot für Unternehmerkunden weiter ausbauen und die Internationalisierungsstrategie in Mittel- und Osteuropa weiter fortsetzen, so Görg. Mit dem Erwerb von 67 Prozent am rumänischen Sachversicherer Platinum AG setze der Konzern seine 2010 mit dem Kauf des polnischen Versicherers PTU eingeleitete Wachstumsstrategie in dieser Region weiter fort.

Die gebuchten Bruttobeiträge von PTU lagen mit 116 Millionen Euro sechs Prozent über dem Niveau von 2010. PTU liege zudem bei der Umsetzung der strategischen Ausrichtung bis 2016 voll im Plan: Die Marktposition sei bereits von Rang zwölf auf elf verbessert worden – bis 2016 soll PTU zu den größten SHU-Versicherern in Polen gehören. Das Unternehmen konzentriert sich auf Privatkunden und kleine bis mittelständische Unternehmen. (lk)

Foto: Gothaer

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1 Kommentar

  1. […] unter vielen: Seit einigen Jahren engagiert sich das Kölner Versicherungsunternehmen verstärkt im mittel- und osteuropäischen Ausland und plant sein internationales Engagement weiter voranzutreiben. Der Schritt über die […]

    Pingback von Deutschland: Exportland, nun auch Expansionsland — 4. Juni 2014 @ 10:25

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