Umfrage: Pflege-Bahr verpufft bei Deutschen

Die staatliche Förderung der privaten Pflegezusatzversicherung, der sogenannte Pflege-Bahr, beeinflusst rund jeden zweiten deutschen Arbeitnehmer (52 Prozent) bei der Entscheidung über eine private Pflegezusatzversicherung. Demnach sei die Förderung für 48 Prozent irrelevant, teilen die Umfragemacher mit.

PflegeDie repräsentative Umfrage unter 1.000 Arbeitnehmern, die von der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der „Wirtschaftswoche“ durchgeführt wurde, ergab zudem, dass sich 64 Prozent der Befragten für den Pflegefall nicht hinreichend abgesichert fühlen. Rund 36 Prozent gaben hingegen an, für den Fall der Pflegebedürftigkeit gut und ausreichend gewappnet zu sein.

Trotz des mehrheitlich als zu gering empfundenen Absicherungsniveaus zeige die ab 2013 geltende staatliche Förderung mit monatlich fünf Euro nur begrenzt Wirkung, meinen die Auftraggeber der Umfrage. „Der Pflege-Bahr ist kein ausreichender Anreiz, die notwendige private Vorsorge zu stärken“, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. Fünf Euro führten bestenfalls zu Mitnahmeeffekten, die man in Zeiten der Schuldenkrise besser gespart hätte, so Pellengahr. (lk)

Foto: Shutterstock

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