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13. Dezember 2012, 11:49
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Studie: Große Unterschiede bei Privat-Renten

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat klassische und fondsgebundene Rentenversicherungen der 15 größten Versicherer untersucht. Demnach gibt es vor allem bei der klassischen Privat-Rente große Unterschiede in der Ablaufleistung.

Markus Hamer, DISQ

Markus Hamer, DISQ

Im ungünstigsten Fall erhielten Kunden im Alter rund 26 Prozent weniger, teilt das Institut in Hamburg mit. Im Hinblick auf die Einführung geschlechtsneutral kalkulierter Unisex-Tarife zum 21. Dezember 2012 untersuchten die Marktforscher zudem die Leistungsunterschiede in den bestehenden Bisex-Tarifen: „Im Durchschnitt erhielten Männer bei fondsgebundenen Renten rund 18 Euro mehr im Monat als Frauen“, sagt DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer.

So lagen die monatlichen Auszahlungen der untersuchten Fondspolicen für Männer mit einer angenommenen Rendite von drei Prozent zwischen 255,83 Euro und 210,18 Euro. Für Frauen betrug die höchste Monatsrente 241,54 Euro und die niedrigste 197,83 Euro. Männer, die sich diesen Rendite-Vorteil bewahren möchten und deshalb noch einen Abschluss vor dem 21. Dezember erwägen, sollten sich allerdings gut informieren. So weist DISQ-Mann Hamer darauf hin, dass es sich bei den Berechnungen des Instituts nur um Prognosewerte handelt.

Aachen Münchner vor Allianz und Zurich

Als Testsieger in der Kategorie „Private Rente“ ging der Versicherer Aachen Münchener hervor. Die analysierten Produkte erreichten laut DISQ gute bis sehr gute Ratingnoten. Zudem habe das Unternehmen den besten Service geboten und „fiel besonders durch eine sehr gute Beratung vor Ort auf“. Dahinter folgt die Allianz aus München, die sowohl mit der klassischen als auch mit der fondsgebundenen Produktvariante überzeugt habe. Auf dem dritten Rang liegt der Anbieter Zurich aus Bonn, der sich mit einer guten persönlichen Beratung und überdurchschnittlich hohen Rentenzahlungen in der fondsgebundenen Privat-Rente profiliert habe, erklären die Marktforscher.

Weiterhin große Defizite in der Servicequalität

Als Dauerbaustelle bei den Versicherern erweist sich das Thema Servicequalität. Nach Angaben des Instituts schnitt in diesem Bereich nur ein Versicherer gut ab, bei der Mehrheit reichte es nur für ein „befriedigend“. Vor allem in der Bearbeitung von E-Mails habe es große Schwächen gegeben. Nur 65 Prozent der E-Mails wurden überhaupt beantwortet und die Antwortschreiben gingen nicht einmal zur Hälfte vollständig und strukturiert auf die Fragen ein, berichten die Marktforscher. Auch die Qualität der telefonischen Beratung sei bei vielen Unternehmen lediglich befriedigend oder ausreichend gewesen. Pluspunkte gab es hingegen für die Beratung vor Ort. Hier wurden die Fragen der Kunden zumeist vollständig geklärt, heißt es.

Das DISQ überprüfte nach eigenen Angaben von September bis November 2012 im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv 15 Versicherer mit Vermittlernetz. Neben der Beratungsqualität vor Ort wurden Auskünfte am Telefon, die Bearbeitung von Anfragen per E-Mail sowie Umfang und Gestaltung der Unternehmenswebsites analysiert. Die Leistungsbewertung der angebotenen Privat-Renten erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Analysehaus Franke und Bornberg. (lk)

Foto: DISQ

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1 Kommentar

  1. Auch dieser “Test” läßt Brancheninsider den Kopf schütteln,..und darauf sollen sich Verbraucher verlassen ?, wohl besser nicht. Grüße, Nils Fischer

    Kommentar von Nils Fischer — 14. Dezember 2012 @ 12:38

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