Anzeige
11. Dezember 2012, 18:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Provinzial Nordwest: Verkauf liegt auf Eis

Der von der Allianz umworbene öffentlich-rechtliche Versicherer Provinzial Nordwest aus Münster plant, Fusionsgespräche mit der Provinzial Rheinland aufzunehmen. Unterdessen erklärte die Staatsanwaltschaft Münster, dass die Schraubenzieher-Attacke auf Provinzial-Nordwest-Chef Ulrich Rüther nur erfunden war.

Provinizial-Direktion in Münster

Provinzial-Direktion in Münster

Rüther und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Provinzial Rheinland in Düsseldorf, Ludger Gooßens, kündigten in einer gemeinsamen Presseerklärung an, schnellstmöglich gemeinsame Gespräche über ein Fusion aufnehmen zu wollen. Bis Ende März solle eine „konkrete Entscheidungsvorlage“ für die Eigentümer erarbeitet werden.

Laut der Mitteilung bietet das Zusammengehen der beiden öffentlichen Versicherer in Nordrhein-Westfalen die Chance, beiden Partnern unter der Ausschöpfung wirtschaftlicher Vorteile „ihre Verankerung in den Regionen zu sichern“. Die Konzernbildung zweier Unternehmen aus den Reihen der Öffentlichen Versicherer würde zudem langfristig das in Deutschland „einzigartige Geschäftsmodell“ der öffentlichen Versicherer stärken, heißt es weiter.

Mit der Einigung der beiden Unternehmen, Gespräche über eine Fusion zu führen, wird ein Kauf der Provinzial Nordwest durch den Münchner Versicherer Allianz unwahrscheinlicher. Die Kaufabsichten der Allianz hatten zu Protesten bei Betriebsräten und Gewerkschaften geführt. In diesem Zusammenhang stand auch ein vermeintlicher Schraubenzieher-Angriff auf Provinzial-Chef Rüther, der zunächst als „Racheakt“ gedeutet wurde.

Staatsanwaltschaft will Ermittlungen einstellen

Nun hat sich herausgestellt, dass der Angriff offenbar nur erfunden war. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Münster und das Polizeipräsidium Münster am Dienstag mit. Den Behörden gegenüber habe Rüther eingestanden, die Verletzungen selbst herbeigeführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittle nun gegen den Provinzial-Chef wegen des Vortäuschens einer Straftat. Man beabsichtige allerdings, diese Ermittlungen gegen eine „angemessene Geldbuße“ einzustellen, heißt es.

„Gegenüber der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Münster hat Herr Rüther sein Verhalten mit den enormen Auswirkungen der Turbulenzen bei der Provinzial auf seine Familie begründet“, erklären die staatlichen Stellen. (lk)

Foto: Provinzial Nordwest

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...