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13. Dezember 2012, 12:51
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Versicherer sehen schrittweise Solvency-II-Einführung kritisch

Eine schrittweise Einführung von Solvency II, der neuen EU-Eigenkapitalregeln für Versicherungen, wird von der deutschen Assekuranz kritisch gesehen. Das ergab eine aktuelle Umfrage der französischen Fondsgesellschaft Axa Investment Managers unter 50 Versicherern und zwölf Pensionskassen.

Solvency II: Versicherer sehen schrittweise Einführung skeptischIn Fachkreisen wird gemutmaßt, dass Solvency II nun doch erst 2016 eingeführt werden könnte. Allerdings gibt es Überlegungen, einige Teile des Pakets vorzuziehen. Laut der Studienmacher ist es allerdings fraglich, ob dies umsetzbar ist. So habe die Umfrage gezeigt, dass sich die Unternehmen bislang nicht ausreichend für Solvency II gerüstet sehen.

Vor allem die neuen Anforderungen an das Risikomanagement (Säule 2) sowie die Reportingpflichten (Säule 3) bereiten den befragten Unternehmen Sorge – also genau die Bereiche, die möglicherweise vorab eingeführt werden sollen, erklärt man bei Axa IM. Dabei seien sich die unterschiedlichen Personalebenen (Vorstände, Bereichs- und Projektleiter) in der Gesamteinschätzung einig – im Detail allerdings nicht immer.

Projektleiter schätzen Lage schwieriger ein als Vorstände

So haben laut der Studie zwar insgesamt 46 Prozent der befragten Unternehmen ihre Prozesse für Reporting und Offenlegung angepasst. Ein Blick auf die unterschiedlichen Ebenen der Unternehmen zeigt jedoch deutliche Unterschiede: 60 Prozent der Vorstände, aber nur 21 Prozent der Projektleiter sind demnach der Auffassung, diese Prozesse bereits angepasst zu haben.

Zudem gaben insgesamt zwei Drittel (68 Prozent) der Unternehmen an, das interne Risikomanagement bereits angepasst zu haben. Von den Projektleitern stimmten 57 Prozent zu, von den befragten Vorständen jedoch nur 40 Prozent.

„Die operationell an den Umstellungen beteiligten Personen, insbesondere die Projektleiter, sind sich des Aufwands und der laufenden Veränderungen sicherlich stärker bewusst als die Vorstände. Möglicherweise müsste hier die Kommunikation zwischen den einzelnen Ebenen verbessert werden“, begründet Christina Böck, Head Solution Strategists Central Europe bei Axa IM. (lk)

Foto: Shutterstock

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