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10. Januar 2012, 12:13
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Versicherer vermissen klare BaFin-Vorgaben im Risikomanagement

Knapp zwei Jahre nach Einführung des Regelwerks MaRisk VA herrscht weiter Verunsicherung bei der Umsetzung: Einer aktuellen Umfrage zufolge vermissen 53 Prozent der Risiko-Experten in der Assekuranz konkrete Hinweise der BaFin, wie die Anforderungen auszuführen sind.

Risk-127x150 in Versicherer vermissen klare BaFin-Vorgaben im RisikomanagementDer Kritik an den als zu groß empfundenen Umsetzungsspielräumen zum Trotz: Die große Mehrheit der Befragten (94 Prozent) nimmt die Mindestanforderungen an das Risikomanagement in der Versicherungswirtschaft (MaRisk VA) zum Anlass, das hauseigene Risikomanagement weiterzuentwickeln. Das hat eine Umfrage ergeben, die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Beratungshauses PPI durchgeführt wurde. 103 Entscheider aus den Bereichen Risikomanagement, Controlling und Revision wurden dazu befragt.

Laut der Studie führt die Umsetzung der MaRisk VA in der Assekuranz zu einer weitgehenden Neuordnung der Prozesse und Strukturen. So gaben 81 Prozent der befragten Versicherer an, im Zuge der MaRisk-Einführung eine separate Organisationseinheit als unabhängige Risikocontrollingfunktion eingerichtet zu haben. Sieben Prozent sind mit dieser Aufgabe in der konkreten Planung. Die restlichen Unternehmen widmen der unabhängigen Risikocontrollingfunktion offensichtlich keine eigene Organisationseinheit, sondern ordnen die entsprechenden Aufgaben lediglich einer Stelle zu. 82 Prozent der Befragten befassen sich mit der Überarbeitung der Planungsprozesse im Haus, so die Studie.

„Die Versicherer betrachten die MaRisk VA übereinstimmend als wichtigen Schritt, die anstehende europäische Regulierung im Risikomanagement nach Solvency II erfüllen zu können“, sagt Wolfram Spengler, Versicherungsexperte bei PPI. „Besonderes Augenmerk verdient dabei jedoch künftig die Abstimmung der Risikostrategie mit den operativen Geschäftszielen. Denn befragt nach den Schwächen in der Umsetzung, gibt gut jede zweite Führungskraft an, die Strategie orientiere sich nicht lückenlos an den Schwerpunkten, die hinsichtlich der Ausgestaltung des Risikomanagements durch die Unternehmensleitung gesetzt wurden.“ (lk)

Foto: Shutterstock

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