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4. Juni 2013, 12:07
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BU-Kostenfaktor hemmt Verbraucher

Qualitätssteigerungen bei Berufsunfähigkeits-versicherungen machen die Produkte immer leistungsfähiger. Die Kehrseite der Medaille sind die hohen Kosten der Policen. So ist trotz des großen Marktpotenzials der Kostenfaktor das größte Hemmnis für viele Verbraucher.

Gastbeitrag von Albert Gottelt, 1A Verbraucherportal

BUV

“Für die Vertriebe gilt es, das immer noch riesige Marktpotenzial der Berufsunfähigkeitsversicherungen auszuschöpfen.”

Produkte zur Absicherung der Berufsunfähigkeit werden immer ausgefeilter und die Leistungen immer besser. Für diejenigen, die es sich leisten können, ist die Qualitätssteigerung ein begrüßenswerter Trend. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, denn die Versicherer lassen sich die Policen gut bezahlen. Viele, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen, können oder wollen sich neue Verträge nicht mehr leisten.

Zugpferd Berufsunfähigkeit

Dennoch: Laut Branchenverband GDV wächst die BU-Sparte seit Jahren kontinuierlich. Der Bestand stieg in den Jahren zwischen 2005 und 2011 von rund 1,9 Millionen auf über 3,1 Millionen Verträge. Allein von 2010 auf 2011 nahm der Bestand laut Zahlenbericht 2012 um 9,4 Prozent zu – eine Wachstumsrate, die von keiner anderen Lebensversicherungssparte erreicht wurde.

Trotzdem klafft eine beachtliche Lücke zwischen der Anzahl derer, die die Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung erkennen und der Zahl der tatsächlich abgeschlossenen Verträge: Das Analysehaus YouGov befragte im Rahmen der Untersuchung “Abschlusspotenzial für Berufsunfähigkeitsversicherungen” rund 1.100 Personen zwischen 16 und 50 Jahren zur Wichtigkeit dieser Versicherung. Demnach halten 70 Prozent die BU für “sehr wichtig” oder “eher wichtig”. Doch nur nur 13 Prozent aller Deutschen besaßen 2011 einen Vertrag.

Eine andere Umfrage von 2012 hat laut dem Statistikportal Statista dagegen ermittelt, dass rund die Hälfte der 16 bis 50-Jährigen eine Berufsunfähigkeitsversicherung besitzt. Bei Männern sei die Abdeckung demnach etwas höher, bei Frauen mit 38 Prozent etwas niedriger.

Vertriebspotenziale stärker ausschöpfen

Doch unter Umständen ist im BU-Markt noch vieles mehr möglich. Für die Vertriebe gilt es deshalb, das immer noch riesige Marktpotenzial der Berufsunfähigkeitsversicherungen zu heben: Laut Statista gaben 2012 bei der BU-Umfrage acht Prozent der Befragten ohne Police an, bis 2015 eine solche abschließen zu wollen. Vier Prozent wollen ihre bestehenden Verträge aufstocken.

Seite zwei: Kaufhemmnis Kostenfaktor

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2 Kommentare

  1. In der Tat ist es wohl bei jüngeren Berufstätigen so, daß bei Ihnen das Thema Berufsunfähigkeit gar nicht auf der Agenda steht.
    Mag es daran liegen, dass man sich in jungen Jahren fit, belastbar und gesund fühlt und sich eine Berufsunfähigkeit gar nicht vorstellen kann?
    Oder daran, dass man im Sozialstaat Deutschland daran glaubt, auch bei einer Berufsunfähigkeit wird schon für einen gesorgt?

    Kommentar von Helmut — 8. Juni 2013 @ 16:14

  2. Die Leistungen die eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Form einer Rentenzahlung über viele Jahre erbringen muss, ist hoch im Vergleich zum Prämienniveau. Der Wettbewerb hat zu stärkerer Differenzierung in den Prämien und Absenkungen geführt, ob diese ausreichen werden die Leistungsversprechen der in der Zukunft stärker zunehmenden BU-Leistungsversprechen zu erfüllen wird sich zeigen. Bereits heute gibt es vielfältige Schutzformen der Arbeitskraft “unterhalb” der Berufsunfähigkeitsversicherung, weitere reduzierte oder flexiblere Formen wären aber sicherlich wünschenswert.

    Kommentar von Andre Perko - FINANCEDOOR GmbH — 6. Juni 2013 @ 17:57

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