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17. Mai 2013, 12:31
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Weniger Arbeit für Versicherungsombudsmann

Der Ombudsmann für Versicherungen erhielt im vergangenen Jahr 2,7 Prozent weniger Beschwerden als 2011. Nur in der Kfz-Haftpflicht gab es einen Zuwachs, in allen anderen Sparten sanken die Beschwerden zum Teil zweistellig, teilt die Schlichtungsstelle mit.

Ombudsmann für Versicherungen erhält weniger BeschwerdenDie Beschwerdestatistik weist 17.263 Beschwerden für das Jahr 2012 aus (2011: 17.733). Die Zahl der Beschwerden gegen Versicherungsunternehmen sank dabei um 2,5 Prozent auf 16.468 (2011: 16.884). Die Beschwerden gegen Versicherungsvermittler verringerten sich um 11,8 Prozent auf 396 (2011: 449). Dies sei der niedrigste Stand seit Übernahme der Zuständigkeit im Jahr 2007, heißt es in dem Bericht (siehe erste Tabelle).

Lebensversicherung mit den meisten Beschwerden

Gegenüber dem Vorjahr gingen in fast allen Sparten die Beschwerden zurück (siehe zweite Tabelle). Eine besondere Entwicklung war in der Lebensversicherung, der Sparte mit den traditionell meisten Beschwerden, festzustellen. Zwar erhielt der Ombudsmann mit 5.506 Eingängen 2,6 Prozent mehr Beschwerden als 2011 (5.367). Davon war jedoch ein größerer Teil unzulässig, so dass die Zahl der zulässigen Beschwerden um 4,7 Prozent sank.

Ombudsmann für Versicherungen erhält weniger Beschwerden

Die Vermittlerbeschwerden befinden sich auf einem Rekordtief, Quelle: Versicherungsombudsmann Jahresbericht 2012

Einzig in der Kfz-Haftpflichtversicherung gingen mehr zulässige Beschwerden als im Jahr 2011 ein; der Zuwachs betrug 2,9 Prozent. In der Kfz-Kaskoversicherung reduzierten sich die Eingänge um 5,5 Prozent, in der Gebäude- und Haftpflichtversicherung sowie in der Berufsunfähigkeitsversicherung sanken die Beschwerden mit jeweils rund 13 Prozent deutlich gegenüber dem Vorjahr, in der Unfallversicherung stand ein Minus von 9,2 Prozent zu Buche.

Bearbeitungsdauer nahezu konstant

Um 5,8 Prozent verringerten sich die Eingaben zur Hausratversicherung. Die Eingänge in der Rechtsschutzversicherung blieben etwa konstant. Wegen des Rückgangs in vielen anderen Sparten steigerte dies den prozentualen Anteil dieser Sparte am gesamten Beschwerdeaufkommen weiter, erklärt Versicherungsombudsmann Professor Dr. Günter Hirsch.

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der zulässigen Beschwerden des Jahres 2011 (3,4 Monate) konnte 2012 mit 3,5 Monaten ungefähr gehalten werden. (lk)

Ombudsmann für Versicherungen erhält weniger Beschwerden

In fast allen Sparten gab es einen deutlichen Rückgang der Beschwerden, Quelle: Versicherungsombudsmann Jahresbericht 2012

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Das sind doch super Nachrichten. ich kann mir vorstellen das die höheren Anforderungen an neue Vermittler dazu beitragen. Es fängt nicht mehr jeder unqualifizierte Nebenberufler an

    Kommentar von Jan Lanc — 22. Mai 2013 @ 11:38

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