„Versicherung, Vergleich, günstig“: Wie Kunden online suchen

80 Prozent der Internetnutzer in Deutschland haben sich laut einer aktuellen Studie online zu Versicherungsthemen informiert. Rund 40 Prozent haben eine Police im Internet abgeschlossen. Die häufigste Suchkombination lautet dabei „Versicherung“, „Vergleich“ und „günstig“.

Rund zwei Drittel aller Suchvorgänge der Verbraucher zum Thema Versicherungen starten mit einer Eingabe bei Google oder anderen Suchmaschinen. Weitere zentrale Anlaufstellen sind Versicherungsvergleichsportale sowie die Homepages der Versicherer. So das Ergebnis der repräsentativen Befragung von 1.000 Internetnutzern aus Deutschland im Alter zwischen 18 und 69 Jahren durch das Kölner Marktforschungsinstitut Heute und Morgen.

Jeder Vierte hat ein konkretes Online-Abschlussinteresse

Auslöser der Suchaktivitäten sind demnach mehrheitlich konkrete Versicherungsbedarfe (46 Prozent), aber auch Empfehlungen von Freunden und Bekannten (18 Prozent) sowie die Reaktion auf Werbung (13 Prozent). Hauptziele der Suchvorgänge sind vor allem das Einholen genereller Informationen zu den jeweils interessierenden Versicherungsprodukten (44 Prozent), häufig ist laut der Marktforscher auch bereits ein konkretes Online-Abschlussinteresse vorhanden (26 Prozent).

Zentrale Online-Vorteile: „Bessere Vergleichbarkeit“ und „Preisvorteil“

Die beliebtesten Informationsquellen sind nach Angaben von Heute und Morgen die Leistungsüberblicke auf den Homepages der Versicherungsunternehmen sowie Preisvergleiche auf Vergleichsportalen. Aber auch Testberichte seien bei der Onlinesuche für die Versicherungskunden interessant, heißt es weiter.

Am häufigsten werde über das Internet nach weniger erklärungsbedürftigen Versicherungen gesucht, vor allem nach Kfz- sowie nach Haftpflicht- und Hausratversicherungen. Als zentrale Vorteile eines Online-Abschlusses wird die bessere Vergleichbarkeit von Versicherungen genannt (67 Prozent), gefolgt von einem erwarteten Preisvorteil (47 Prozent).

Erst ins Internet, dann zum Berater

Rund ein Drittel (34 Prozent) der Bundesbürger, die im Internet Informationen über Versicherungen einholen, nehmen im Rahmen ihrer Suche unmittelbar Kontakt zu einem persönlichen Ansprechpartner auf. An erster Stelle rangieren dabei die auf der Homepage der Versicherer angegebenen Ansprechpartner (17 Prozent) sowie der Kontakt zu einem bereits vertrauten Versicherungsmakler (13 Prozent).

Online-Strategien entscheiden über Erfolg oder Misserfolg

„Integrierte Online-Strategien werden in steigendem Maße über den zukünftigen Erfolg der Versicherungsunternehmen entscheiden“, prognostiziert Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute und Morgen. Noch blieben viele Potenziale ungenutzt und teils stehen unverbundene Offline- und Online-Konzepte im Wege, so Stempel. Auch wenn die aktuellen Verkaufszahlen von Versicherungspolicen im Internet teils noch weit hinter denen von Konsumgütern, Urlaubsreisen oder Bankprodukten zurückblieben, sei die grundsätzliche Bedeutung des Internets für die Versicherungswirtschaft ungebrochen.

Zahlungskräftige Klientel sucht häufig abschlussrelevante Informationen

Gerade die besonders abschlussaffine und zahlungskräftige Klientel zwischen 30 und 49 Jahren suchten besonders häufig online nach abschlussrelevanten Informationen. Dabei gestalte sich das Suchverhalten der Verbraucher zu Versicherungen im Internet je nach Produktsparte sehr unterschiedlich. So spielen bei der Information über Kfz-Versicherungen beispielsweise die Preisvergleiche auf den Vergleichsportalen eine besonders dominante Rolle, während bei Rechtsschutz-Versicherungen der Leistungsüberblick auf der Anbieterhomepage und in der Sparte Leben Online-Testberichte eine wichtige Rolle unter den am häufigsten genutzten Informationsquellen übernehmen.

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Seite zwei: Verbesserungspotenziale für Versicherungsangebote im Internet

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