Anzeige
Anzeige
29. April 2013, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Customizing: Die PS vom Pflege-Bahr auf die Straße bringen

Im Jahr 2060 wird jeder 14. Bundesbürger pflegebedürftig sein, das entspricht fast sechs Millionen Menschen, so die Prognose von Demografie-Experten.

Gastbeitrag von Angelika Riechers-Bangert, Münchener Verein

Pflege

“Mit über 75 Millionen Menschen ohne privaten Pflegeschutz ist das Potenzial in Deutschland sehr groß.”

Bislang haben die Deutschen allerdings erst rund 2,2 Millionen Verträge in der privaten Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, wie der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) für das Jahr 2012 zu berichten weiß.

Aus vertrieblicher aber vor allem aus gesellschaftlicher Sicht ist daher die zum 1. Januar 2013 eingeführte staatliche Förderung der privaten Pflegevorsorge, kurz Pflege-Bahr, sehr zu begrüßen.

Der Pflege-Bahr sensibilisiert die Bevölkerung für das Thema Pflege, bringt das Pflegefallrisiko deutlicher ins Bewusstsein und zeigt, dass allein der Staat die Pflege nicht stemmen kann, sondern eine zusätzliche private Vorsorge notwendig ist.

Makler erwarten verstärkte Nachfrage

So erwarten im vierteljährlich erhobenen Makler-Absatzbarometer des Marktforschers You Gov rund 40 Prozent der Makler eine verstärkte Nachfrage beim Pflegetagegeld durch den Pflege-Bahr.

Bestätigt wird die Erwartung durch die neueste Umfrage des PKV-Verbandes, laut derer sich seit Jahresbeginn circa 70.000 Kunden für eine geförderte Pflegezusatzversicherung entschieden haben.

Mit über 75 Millionen Menschen ohne privaten Pflegeschutz ist das Potenzial in Deutschland sehr groß – nicht nur, weil aufgrund des Kontrahierungszwangs auch Kunden einen privaten Pflegeschutz erhalten, denen aufgrund ihrer individuellen Risikolage bislang keine private Absicherung möglich ist.

Versorgungslücke trotz Pflege-Bahr

In der Regel wird der „Pflege-Bahr“ die Versorgungslücke nicht vollständig schließen können, so dass eine weitergehende private Zusatzvorsorge in den meisten Fällen empfehlenswert ist. Dabei sollte der Kunde so wie beim Autokauf auch über die Ausstattung seiner privaten Pflegevorsorge bis hin zur staatlichen Förderung individuell entscheiden können.

Trotz Massenproduktion verlangt der Kunde beim Autokauf, dass seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden und entscheidet so individuell über Farbe, Navigationssystem, Klimaanlage, Lederausstattung oder Alufelgen. Er kauft nicht „ein“ Auto, sondern „sein“ Auto.

Kinder haften für ihre Eltern

Die Anpassung von Standardprodukten auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden (Costumizing) kann in der Pflegevorsorge durch flexible Produktlösungen erreicht werden, die eine individuelle Zusammenstellung einzelner Leistungskomponenten bis hin zur Nutzung der staatlichen Förderung ermöglichen. Verbraucher profitieren bei diesen förderfähigen Kombiprodukten in der Regel sogar von besseren Versicherungsbedingungen.

Während die Versicherungsunternehmen beim Pflege-Bahr an den gesetzlichen Rahmen gebunden sind, warten Kombiprodukte mit flexibel wählbaren Pflegetagegeldhöhen, geringeren Wartezeiten, Inflationsschutz dank eingebauter Dynamik oder Beitragsbefreiung im Pflegefall auf.

Jeder sollte seinen persönlichen Pflege-Check machen, für sich, aber auch für seine Kinder. Denn falls die eigenen finanziellen Mittel im Pflegefall nicht mehr ausreichen, wird auch auf das Vermögen der eigenen Kinder zurückgegriffen, die Elternunterhalt zahlen müssen. Kinder haften für ihre Eltern!

Autorin Angelika Riechers-Bangert ist Vertriebsleiterin bei der Maklerorganisation der Münchener Verein Versicherungsgruppe.

Foto: Münchener Verein

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Versicherer fluten Internet mit Lageberichten

Mit einer regelrechten Informationsflut haben Europas Versicherungsunternehmen Kunden und Anleger überschwemmt. Mehr als 100 Seiten zu Geschäftsmodell und Finanzlage legten manche Unternehmen bis Montagmittag im Internet vor.

mehr ...

Immobilien

“Weiter gute Voraussetzungen für Kapitalanleger”

Die vermietete Wohnung als Kapitalanlage steht bei Privatanlegern hoch im Kurs. Über die immense Nachfrage und wichtige Kriterien bei der Auswahl sprach Cash. mit Juliane Mann, Vorstand Vertrieb und Marketing der Project Immobilien Wohnen AG.

mehr ...

Investmentfonds

Ökoworld in Scale notiert

Die Ökoworld AG mit Sitz in Hilden ist neues Mitglied von Scale, dem neuen Index der Frankfurter Börse für kleine und mittlere Unternehmen.

mehr ...

Berater

Ertrags-Nießbrauch: Firmenanteile schenken, Gewinne behalten

Das Maklerunternehmen soll nach und nach an die nächste Generation übertragen werden, aber die generierten Gewinne sollen den Beschenkten noch nicht zufliessen? Die Lösung: Schenker können sich an den verschenkten Unternehmensanteilen einen Nießbrauch einräumen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für Ökorenta Erneuerbare Energien IX

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Sachwertfonds „Erneuerbare Energien IX“ der Ökorenta aus Aurich mit insgesamt 82 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

IVD und Qualitypool fordern Nachbesserung bei WIKR

Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie muss überarbeitet werden. Das fordern der Präsident des Immobilienverbandes IVD Jürgen Michael Schick und der Geschäftsführer von Qualitypool Jörg Haffner. Sie wollen Rechtssicherheit bei der Kreditwürdigkeitsprüfung.

mehr ...