Anzeige
Anzeige
15. November 2013, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Vorsorgelücke bei Selbstständigen

Rund ein Viertel der deutschen Selbständigen und Freiberufler kann im Alter kein Geld aus einer privaten Altersvorsorge erwarten, so eine Analyse der Postbank auf Basis einer Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die beliebteste Form der Vorsorge bei den Selbständigen ist demnach der Immobilienbesitz.

Private Altersvorsorge wird von Selbständigen vernachlässigt

Eine Analyse der Postbank identifiziert große Lücken bei der Altersvorsorge von Selbständigen und Freiberuflern in Deutschland.

26 Prozent der Selbstständigen und Freiberufler in Deutschland verfügen bislang über keine private Altersvorsorge, heißt es in der Analyse. Obwohl jeder Vierte seine finanzielle Vorsorge selbst als “nicht ausreichend” einstufe, werden auch künftig nur wenige in den weiteren Ausbau der privatenAltersvorsorge investieren. Laut Postbank planen 56 Prozent aller Selbstständigen und Freiberufler keinen Ausbau der privaten Altersvorsorge. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) hat demnach dazu Pläne, der Rest ist noch unentschieden.

“Die Analyse verdeutlicht einmal mehr, dass häufig auch die Mittel zum Vorsorgeaufbau fehlen. Denn die Einkommensverhältnisse unter den Selbstständigen in Deutschland sind sehr unterschiedlich”, meint Harald Roos, Bereichsvorstand Geschäfts- und Firmenkunden bei der Postbank. So verfügt laut Allensbach-Zahlen ein Fünftel der Selbstständigen-Haushalte über weniger als 2.500 Euro im Monat. Eine ebenso große Gruppe hat demnach jedoch monatlich mehr als 5.000 Euro zur Verfügung.

Immobilien sind beliebteste Altersvorsorge

Selbstständige sorgen häufig mit Immobilienbesitz für ihren Ruhestand vor. Laut der Postbank-Analyse verfügen sieben von zehn der Selbstständigen-Haushalte über Immobilienbesitz. Unter Angestellten sei das nur bei Fünf von Zehn der Fall. Neben einer selbstbewohnten Immobilie bezeichnen demnach 58 Prozent der Selbstständigen vermietete Häuser oder Wohnungen als “ideale Form der Alterssicherung”. Bei den Angestellten vertreten nur 29 Prozent dies Ansicht.

Wenn Selbstständige oder Freiberufler private Altersvorsorge betreiben, investieren sie laut der Postbank-Analyse hierzu weit häufiger in Versicherungsprodukte als Angestellte und Arbeiter. So besitzen sie demnach etwa mehr als doppelt so häufig eine private Renten- oder Lebensversicherung wie Arbeiterhaushalte. Etwa jeder dritte Selbstständige oder Freiberufler habe eine solche Police.

“Durch die anhaltende Niedrigzinsphase werden vor allem die Erträge aus Versicherungen im Ruhestand reduziert. Dadurch wachsen für viele Selbstständige und Freiberufler nochmals die Lücken bei der Altersversorgung”, erläutert Postbank-Bereichsvorstand Roos. (jb)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

HDI setzt auf digitale BU-Beratung

Die HDI ermöglicht ab sofort die vollständige digitale Abwicklung der BU-Beratung mittels “vers.diagnose”. Damit sollen Kunden noch während des Beratungsgesprächs zum Thema Berufsunfähigkeit eine belastbare Auskunft über ihre individuelle Versicherbarkeit erhalten.

mehr ...

Immobilien

Wohnimmobilienpreise setzen Aufwärtstrend fort

Die Preise für Wohnimmobilien sind trotz kurzfristiger Schwankungen weiterhin im Aufwärtstrend. Das geht aus einer Auswertung von Europace hervor. Das Unternehmen hat die Preisentwicklung von Bestands- und Neubauhäusern sowie Eigentumswohnungen untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

“Technologie kann nicht ethisch handeln”

“Daten sind das neue Öl”, so der Futurist Gerd Leohnhard auf der Axa Veranstaltung “Tomorrow Augmented”, auf der der Einfluss von Technologie auf unsere Gesellschaft, Arbeits- und Investmentmärkte diskutiert wurde. Leonhard und Vertreter von Axa IM sprachen über Vor- und Nachteile der Digitalisierung unserer Wirtschaft.

mehr ...

Berater

Jetzt also Jamaika – nun gut, wir werden sehen

Die Bundestagswahl ist eine Zäsur für Deutschland. Doch was bedeutet das Ergebnis für die Sachwertbranche? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für DFV Hotel Weinheim

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Fonds „DFV Hotel Weinheim“ der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung AG aus Hamburg mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Das können Vermieter von der Steuer absetzen

Wer eine Immobilie vermietet, erzielt nicht nur Mieteinnahmen, sondern muss auch eine Reihe von Kosten tragen. Cash. gibt einen Überblick über die wichtigsten Positionen, die von der Steuer abgesetzt werden können.

mehr ...