Anzeige
Anzeige
16. Januar 2013, 15:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Unfall und Krankheit größte Bedrohung für Selbständige

Das Risiko eines Unfalls oder einer Krankheit stellt für Selbständige die größte Bedrohung für ihre betriebliche Existenz dar. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov unter 506 Unternehmern in Deutschland im Auftrag der Generali Versicherungen.

Unfall und Krankheit größte Bedrohung für SelbständigeAuf die Frage, welche Ereignisse – unabhängig von der eigenen Leistung oder konjunktureller Entwicklungen – die betriebliche Existenz gefährden können, wählten rund drei Viertel der Befragten (72 Prozent) die Antwort “eigener Unfall/Krankheit” (siehe Grafik).

Das Einkommen der Unternehmer spielt dabei laut Studie keine Rolle: Sowohl Befragte mit einem geringeren Haushalts-Nettoeinkommen von bis zu 2.500 Euro (69 Prozent), als auch Unternehmer mit einem höheren Einkommen von über 2.500 Euro (75 Prozent) bezeichneten ein persönliches Unfall- oder Krankheitsszenario als die größte Bedrohung.

Selbständige müssen bei Absicherung selbst aktiv werden

Insbesondere Selbstständige aus den neuen Bundesländern fürchten diese Gefahr (78 Prozent), in den alte Bundesländern sind es immerhin noch 69 Prozent. “Ein Unternehmer verfügt nicht über den gesetzlichen Schutz, den ein Arbeitnehmer genießt. Er muss seinen Unfallversicherungsschutz rund um die Uhr selbst absichern”, sagt Dr. Monika Sebold-Bender, Vorstand für Komposit und Schaden bei den Generali Versicherungen.

“Wenn in Folge eines Unfalls oder einer Krankheit seine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wird, kann dies seine berufliche Existenz schnell bedrohen. Umso wichtiger ist es für ihn, seine Arbeitskraft abzusichern”, betont die Generali-Mangerin. Für eine Absicherung der Arbeitskraft kämen Unfallversicherungen mit zugehöriger Unfallrente oder auch Berufsunfähigkeitsversicherungen in Frage, ergänzt Sebold-Bender.

Steuererhöhungen und Bürokratisierung weniger drängend

Jeweils rund ein Drittel der Unternehmer in Deutschland fürchten Steuererhöhungen (36 Prozent) sowie zunehmende Bürokratisierung (30 Prozent). Dabei gibt es keine auffälligen Unterschiede zwischen Selbstständigen aus West- und Ostdeutschland. Sorge vor Steuererhöhungen haben in den alten Bundesländern 34 Prozent der Selbstständigen, in den neuen Bundesländern sind es 38 Prozent. Verstärkte Bürokratisierungstendenzen fürchten 31 Prozent der Unternehmer aus Westdeutschland sowie 29 Prozent aus Ostdeutschland.

Nur jeder fünfte Befragte fürchtet Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden (18 Prozent), sowie einen Unfall mit Schadenersatzanforderungen Dritter zu erleiden (17 Prozent). “Bei Steuererhöhungen und Bürokratisierung können Selbstständige nur schwer entgegenwirken. Einem Fachkräftemangel können sie mit Personalmarketing begegnen. Noch am besten können sie sich vor Unfällen mit Schadenersatzanforderungen Dritter schützen, etwa mit einer Betriebshaftpflichtversicherung”, sagt Sebold-Bender. (lk)

Unfall und Krankheit größte Bedrohung für Selbständige

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Bin selber selbstständig und hab mir nach diesem Artikel selber mal Gedanken über meine Vorsorgemaßnahmen gemacht. Ich glaub die wenigsten denken über eine geeignete Risikoabsicherung nach, vor allem dann nicht, wenn kein unmittelbarer Bedarf besteht. Aber wenn beispielsweise ein Unfall passiert und man berufsunfähig wird, wäre ich bis vor kurzem ins offene Messer gelaufen. Hab zwischenzeitlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen um so einen Teil meines Einkommensverlustes ausgleichen zu können.

    Kommentar von Hubert B. — 25. März 2013 @ 09:20

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...