Anzeige
17. November 2014, 15:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Altersarmut ist das soziale Problem der Zukunft”

Ein großer Teil der erwerbsfähigen Bundesbürger sieht sich im Ruhestand von Altersarmut bedroht, so eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der Stuttgarter Lebensversicherung. Rund die Hälfte zweifelt demnach an der eigenen privaten Altersvorsorge.

Altersarmut ist das soziale Problem der Zukunft

Ralf Berndt, Stuttgarter: “Wir Versicherer sind gefordert gegenzusteuern.”

14,5 Millionen Bundesbürger (38 Prozent) haben Angst davor, im Alter arm zu sein. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag der Stuttgarter Lebensversicherung, für die TNS Infratest 1.084 erwerbsfähige Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren befragt hat.

85 Prozent von ihnen glauben demnach, dass die gesetzliche Rente für den Erhalt des Lebensstandards nicht ausreicht. Jeder Zweite (47 Prozent) bangt, nicht genügend für das Alter vorgesorgt zu haben.

Verständlichere Angebote

“Die Studie zeigt deutlich, dass Altersarmut das soziale Problem der Zukunft unserer Gesellschaft sein wird. Dass viele Menschen dies offensichtlich erkannt haben und dennoch nichts dagegen unternehmen, sollte allen Institutionen aus dem Bereich der Altersvorsorge zu denken geben. Auch wir Versicherer sind gefordert, dagegen zu steuern. Mit besseren Produkten, verständlicheren Angeboten, individueller Beratung – um bei der Lösung dieses gesellschaftlichen Problems zu helfen”, kommentiert Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing bei der Stuttgarter, die Ergebnisse.

Besonders stark ausgeprägt ist die Furcht vor einer Unterversorgung im Alter bei Frauen und jungen Menschen: Mit 46 Prozent haben deutlich mehr weibliche als männliche Befragte (32 Prozent) Angst vor Altersarmut. Und obwohl sie noch am meisten Zeit haben, für den Ruhestand zu sparen, ist die Befürchtung nicht genügend vorgesorgt zu haben, bei den 18- bis 29-Jährigen mit 57 Prozent deutlich stärker ausgeprägt als bei den 40- bis 49-Jährigen (40 Prozent).

Gründe für fehlende Altersvorsorge

Besonders erschreckend sind die Gründe für die fehlende Altersvorsorge – wenn man die fehlenden finanziellen Mittel als Begründung ausklammert: Die Meisten schieben das Thema schlichtweg auf die lange Bank. 61 Prozent sagen, dass sie sich später darum kümmern werden. Auf Platz zwei landet mit 56 Prozent die Unsicherheit, welche Form der Altersvorsorge die richtige ist. 24 Prozent geben als Ursache sogar an, dass sie nicht das Gefühl hätten, privat vorsorgen zu müssen.

Foto: Stuttgarter Lebensversicherung

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

2 Kommentare

  1. Die sozialen Systeme werden die vielen Rentner auch nicht auffangen können, die Angst vor Altersarmut ist absolut real. Aber leider machen die meisten immer noch viel zu wenig dagegen. Eine kleine Lebensversicherung ist da sicher nicht genug

    Kommentar von Jan Lanc — 18. November 2014 @ 11:28

  2. Da ja viele Deutsche darüber nachdenken, länger zu arbeiten, wäre es doch mal ein interessanter Ansatz, zu berechnen, wie viel und wie lange dann später gearbeitet werden müsste, oder?
    Heute das Leben genießen zu können, sich aber bitte fit halten, damit man später noch Schaffen kann!

    Übrigens: Nur als FinanzCoach kann man sich seiner Berufszukunft sicher sein, haben Sie das auch gelesen?
    Wenn nicht, schauen Sie rein beim eBook DIN ISO 22222, warum diese Zertifizierung IHRE Alleinstellung ermöglicht.

    Kommentar von Frank L. Braun — 18. November 2014 @ 09:29

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...