9. September 2014, 17:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungen der Zukunft: Mehr Privatsphäre kostet extra

Anstelle von Marken, Maklern und Vertretern vertrauen Versicherungskunden künftig verstärkt auf “digitale Assistenzsysteme”, ergab die Studie “Versicherungen 2020”. Dieser Wertewandel geht jedoch mit einer zunehmenden Preisgabe sensibler Verbraucherdaten einher.

Versicherungsprodukte der Zukunft: Mehr Privatsphäre kostet extra

“In Zukunft wird die Datenfreigabe in Standard-Produkten für den Massenmarkt omnipräsent sein.”

Digitale Anwendungen ließen einen neuen Produktbereich der “adaptiven Versicherungsprodukte” entstehen, lautet eine These der Studie. Adaptive Produkte zeichnet aus, dass sie laufend Daten aus ihrer Umwelt erheben und sich auf dieser Basis jederzeit automatisch an die verändernden Nutzungssituationen der Kunden anpassen können. Was sich wie ferne Zukunftsmusik anhört, ist aus Sicht der Studienmacher in Grundzügen bereits heute erkennbar.

Neuartige Kundenkonzepte münden in individuelle Versicherungsprodukte

“Die intensive Nutzung von Online-Portalen und neuen Kommunikationsformen hat auch im Versicherungsumfeld längst Einzug gehalten. Einige unserer Kunden haben bereits damit begonnen, ihre Contact Center in Richtung Social Media zu erweitern und mit dem eigenen Internetauftritt zu verzahnen”, sagt Christian Schmeiler, Versicherungsexperte bei Unify, einem Anbieter für Kommunikationsdienstleistungen, der die Studie zusammen mit dem Trendforschungsinstitut “2b Ahead ThinkTank” und dem Versicherer Huk-Coburg erstellt hat.

“Neuartige Kundenbetreuungskonzepte mit starker technologischer Unterstützung rücken zukünftig immer mehr in den Fokus”, prognostiziert Schmeiler. Die Konzepte würden dann in adaptive und individuell kalkulierbare Versicherungsangebote resultieren, erwartet der Experte. Die meisten Unternehmen stehen Schmeiler zufolge jedoch erst ganz am Anfang dieser Entwicklung.

Je individueller das Produkt, desto mehr sensible Verbraucherdaten erforderlich

Klar ist jedoch auch: Je individueller das Produkt ist, desto mehr sensible Verbraucherdaten werden benötigt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei deshalb der souveräne Umgang mit sensiblen Daten, erklären die Studienmacher. Dies bedeute aber nicht die Ausdehnung des Datenschutzes oder das Zurückdrehen technologischer Entwicklungen. Vielmehr sollten die Versicherer Produkte bereits bei der Konzeption mit unterschiedlichen “Privacy-Levels” planen, lautet der Rat der Experten.

Seite zwei: “Datenfreigabe in Standard-Produkten in Zukunft omnipräsent”

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die interessanteste Aussage für mich ist die Positionierung als “LifeCoach” mit Spezialistennetzwerk für alle Finanzfragen, was bereits heute schon mit der Zertifizierung: Privater Finanzplaner DIN ISO 22222 beworben werden kann.

    Kommentar von Frank L. Braun — 10. September 2014 @ 08:44

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...