Anzeige
Anzeige
20. Oktober 2014, 10:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Elternunterhalt: Was tun, wenn das Sozialamt klingelt?

Viele Menschen sind nicht in der Lage, die Kosten im Falle einer Pflegebedürftigkeit selbst zu tragen. Das nötige Geld streckt der Staat vor. Doch er fordert es von den unterhaltspflichtigen Angehörigen zurück. Viele Betroffene sind maßlos überfordert, denn das Sozialamt ist wenig kooperativ, viele Bescheide sind fehlerhaft.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Elternunterhalt

Nachdem die Auskünfte erteilt wurden, tut sich erfahrungsgemäß erst einmal längere Zeit nichts. Davon sollte man sich nicht nervös machen lassen. Im Gegenteil: Wenn das Sozialamt den Fall länger als ein Jahr nicht bearbeitet, kann es sein, dass die Ansprüche verwirken.

Um Unterhaltsansprüche zu prüfen, geht das Sozialamt folgenden Weg: Zunächst ermittelt es, ob Unterhaltspflichtige – insbesondere Ehegatten und Kinder – vorhanden sind. Ist dem so, verschickt das Amt eine sogenannte Überleitungsanzeige, mit der es Unterhaltsansprüche selbst geltend machen kann.

Verbunden damit ist regelmäßig auch direkt die Aufforderung, Auskunft über die eigenen Einkünfte und das Vermögen zu erteilen. Selbst der Ehegatte des Unterhaltspflichtigen ist dazu angehalten, seine Finanzen offenzulegen. Dies ist absolut rechtens.

Vermögen offenlegen, sonst droht die Vollstreckung

Bereits in dieser frühen Phase empfiehlt sich, einen Rechtsanwalt einzuschalten, um wichtige Weichen für das weitere Verfahren zu stellen. Wer die Auskunft ignoriert oder nicht rechtzeitig erteilt, läuft Gefahr, dass das Sozialamt eine Auskunftsverpflichtung vollstreckt – auch ohne vorher ein gerichtliches Verfahren einleiten zu müssen.

Nachdem die Auskünfte erteilt wurden, tut sich erfahrungsgemäß erst einmal längere Zeit nichts. Davon sollte man sich nicht nervös machen lassen. Im Gegenteil: Wenn das Sozialamt den Fall länger als ein Jahr nicht bearbeitet, kann es sein, dass die Ansprüche verwirken.

Klage vor Gericht – das ist zu beachten

Flattert schließlich doch die Aufforderung ins Haus, rückständigen und laufenden Unterhalt für Mutter, Vater oder Partner zu zahlen, gilt immer: Das Sozialamt kann diese nur geltend machen, wenn sich der Unterhaltspflichtige damit einverstanden erklärt.

Seite zwei: Unterhalt vorbeugen, Streit vermeiden

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Diese desolate Situation der Pflege in einem so reichen Staat ist wirklich ein Armutszeugnis für die Politik. Das sollte von der Pflegeversicherung wesentlich besser gelöst werden. Wenn der Staat es nicht schafft dann kann es ja die private Wirtschaft lösen. Die private PVN funktioniert wesentlich besser

    Kommentar von Jan Lanc — 21. Oktober 2014 @ 10:54

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...