Heidelberger Leben schließt Skandia-Kauf ab

Der Run-Off-Versicherer Heidelberger Leben hat den Erwerb des Lebensversicherungsbestandes der Skandia in Deutschland und Österreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll die Marke Skandia auch nach deren Verkauf durch den britischen Versicherungskonzern Old Mutual erhalten bleiben.

Die Heidelberger Leben will mit dem Erwerb des Skandia-Bestandes „den ersten Meilenstein in der Umsetzung ihrer Strategie, eine Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsportfolios in Deutschland und Österreich zu schaffen“.

Das künftig verwaltete Vermögen der konsolidierten Gruppe beziffert die Heidelberger Leben auf rund zehn Milliarden Euro (Stand: Dezember 2013). Das Portfolio umfasst rund eine Million Versicherungsverträge, davon stammen 400.000 Verträge aus dem einstigen Lebensversicherungsgeschäft der Skandia in Deutschland und Österreich.

Durch die Weiterführung der Marke Skandia werde für die Versicherungsnehmer der Skandia „die vollständige Kontinuität“ sichergestellt, heißt es.

„Bedarf für eine leistungsfähige Konsolidierungsplattform“

„Die Transaktion bestätigt unsere Erwartung, dass es in der Branche Bedarf für eine leistungsfähige und effiziente Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsportfolios gibt“, sagt Dr. Heinz-Peter Roß, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben.

Zu den Vorteilen, die man den Kunden künftig bieten wolle, zählen laut Roß, niedrigere Verwaltungskosten und weitere Verbesserungen beim Kundenservice.

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In der Versicherungsbranche wird unter dem Begriff „Run off“ die Aufgabe des Neugeschäfts verstanden, das heißt, die Gesellschaft zeichnet kein Neugeschäft mehr, sondern beschränkt sich auf die Verwaltung oder Abwicklung des Vertragsbestandes. (lk)

Foto: Heidelberger Leben

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