ITA: Kostenvorteile durch Honorar-Tarife

Das Institut für Transparenz (ITA) hat die am Markt angebotenen Honorar-Rententarife untersucht und Details zu 64 Tarifen zusammengestellt.

Dr. Mark Ortmann: „Die Effektivkosten betragen beim günstigsten Anbieter nur 0,24 Prozent.“

Nach Meinung des ITA lassen sich erhebliche Kosteneinsparungen gegenüber normalen Tarifen erzielen. Das ITA hat Anbieter von Altersvorsorgeprodukten befragt, ob sie sogenannte Honorar-Tarife anbieten. Diese Untersuchung habe nicht nur gezeigt, dass es bereits eine Reihe von Honorar-Tarifen gibt. Das ITA hat 29 unterschiedliche Produktmerkmale aus verschiedenen Kategorien wie Garantien, Flexibilität, Risikoschutz und Kapitalanlage untersucht.

Hohe Flexibilität

Im Ergebnis böten Honorar-Tarife eine Vielzahl von Möglichkeiten und eine hohe Flexibilität. Berater könnten schon heute Tarife finden, die die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden umfassend berücksichtigen.  Außerdem habe sich gezeigt, dass es äußerst günstige Honorar-Tarife gibt. Im Durchschnitt über alle untersuchten Produkte lägen die gesamten von den Beiträgen abgezogenen Kosten bei rund 2.355 Euro. Ein Sparer müsse im Durchschnitt 6,5 Prozent seiner gesamten Beiträge für eine Honorar-Rentenversicherung ausgeben.

„Bei der günstigsten klassischen Rentenversicherung zahlt der Kunde über die ganze Laufzeit nur 1.470 Euro Kosten. Das entspricht rund vier Prozent seiner Beiträge“, analysiert Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA. Bei anderen Produkten wie fondsgebundenen Rentenversicherungen oder Hybridprodukten kommen noch Fondskosten hinzu.

Geringe Effektivkosten

„Die Effektivkosten, also die durchschnittliche Minderung der Rendite durch sämtliche Kosten, betragen beim günstigsten Anbieter nur 0,24 Prozent“, hebt Ortmann hervor. Das sei sehr wenig und deutlich weniger, als vermögende Privatkunden für eine Vermögensverwaltung bezahlen, selbst wenn man die Beratungskosten zusätzlich berücksichtigte. Im Durchschnitt über alle untersuchten Produkte lagen die Effektivkosten bei knapp unter einem Prozent, so das ITA.

Beratungskosten aus Ersparnis der Produktkosten finanzieren

Nicht zu vergessen sei, dass die Kosten für die Beratung zu den Produktkosten hinzukommen. Die Beratungskosten ließen sich aber aus der Ersparnis finanzieren, wenn man einen günstigen Honorar-Tarif wählt. So beträgt die Kostenersparnis laut ITA bei einer untersuchten klassischen Rentenversicherung über 30 Jahre bei einem monatlichen Beitrag von 100 Euro fast 3.400 Euro gegenüber dem Normal-Tarif mit Provisionen.

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Der Kunde könne also mit dem Honorar-Tarif gegenüber dem normalen Tarif fast zehn Prozent seiner Beiträge an Kosten sparen. Aus dieser Ersparnis könnte der Kunde einen Berater bezahlen. Die Untersuchung zeigt, dass bei den aktuellen Produktkosten noch erheblich Luft nach unten ist.

Foto: ITA

 

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