Anzeige
16. Juli 2014, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ITA denkt an Kostenbegrenzung für Riester- und Basis-Renten

Das Institut für Transparenz (ITA) hat sich für eine Kostenbegrenzung bei Riester- und Basis-Renten ausgesprochen – falls strengere Transparenzvorgaben nicht wirken. Das ITA nennt zwei unterschiedliche Wege, wie die Kosten begrenzt werden könnten.

ITA denkt an Kostenbegrenzung für Riester- und Basis-Renten

Dr. Mark Ortmann, ITA: “Zulagen sind quasi Geschenke des Staates zur Verbesserung der Altersvorsorge. Darauf sollten Anbieter keine direkten Kosten erheben.”

Verbraucher sollten laut ITA in der Lage sein, die Produktkosten zu vergleichen, sobald Transparenzvorgaben, wie etwa das geplante Produktinformationsblatt für staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte, umgesetzt werden. Sollten die Kosten trotz entsprechender Maßnahmen nicht sinken, erscheine eine Kostenbegrenzung angemessen, heißt es.

Obergrenze für sämtliche Einzelkosten oder Begrenzung der Effektivkosten denkbar

In einem Forschungsgutachten für das Bundesfinanzministerium schlagen die ITA-Experten vor, entweder eine Obergrenze für sämtliche Einzelkosten festzulegen oder die Effektivkosten kombiniert mit bestimmten Einzelkosten zu begrenzen.

Darüber hinaus empfiehlt das ITA, dass direkte Kosten auf staatliche Zulagen vollständig untersagt werden. “Zulagen sind quasi Geschenke des Staates zur Verbesserung der Altersvorsorge. Darauf sollten Anbieter keine direkten Kosten erheben”, sagt Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA.

“Je konservativer ein Produkt ist, desto niedriger sollten die Kosten sein”

Je konservativer ein Produkt sei, desto niedriger sollten die Kosten sein und umgekehrt, fordert das Institut. Daher sollten die Obergrenzen der Effektivkosten in der Ansparphase nach Chancen-Risiko-Klassen gestaffelt sein. Das ITA schlägt vor, die Effektivkosten zwischen 1,2 und 3,0 Prozent jährlich je nach Chancen-Risiko-Klasse und Laufzeit zu begrenzen. Zusätzlich sollten einzelne Kostenarten separat begrenzt werden, “um Verbraucher vor Nachteilen bei Kündigung zu schützen”.

Im Zusammenhang mit der Begrenzung der Effektivkosten könnten die Obergrenzen der Einzelkosten pauschal über alle Produktarten hinweg festgesetzt werden, heißt es weiter. Abschluss- und Vertriebskosten sollten laut ITA auf vier Prozent der vereinbarten Beitragssumme (ohne Zulagen), laufende Kosten auf die Eigenbeiträge auf 6,5 Prozent und Stückkosten auf 15 Euro jährlich begrenzt werden. Verstöße gegen Kostenobergrenzen sollten Zahlungsansprüche des betroffenen Verbrauchers, aber auch Geldbußen auslösen. (lk)

Foto: ITA

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...