„Das Blatt wendet sich wieder“

Eric Bussert, Vertriebsvorstand der HanseMerkur-Versicherungsgruppe, spricht im Interview mit Cash. über die aktuelle Marktlage in der Privaten Krankenversicherung (PKV), das Wachstumsfeld betriebliche Krankenversicherung und den Ausbau der hauseigenen Vertriebsorganisation.

„Wir betreiben in Deutschland alle verfügbaren Vertriebskanäle. Daraus ergibt sich, dass wir natürlich in unserem größten Standbein, der Krankenversicherung, alle dort befindlichen Bereiche ausbauen wollen.“

Cash.: Sie sind stark in der privaten Krankenversicherung verankert. Welche Faktoren sind es, die dafür sorgen, dass der PKV-Vertrieb im nächsten Jahr oder vielleicht sogar im Schlussspurt dieses Jahres wieder Fahrt aufnimmt?

Bussert: Zunächst muss man sich natürlich die Gründe ansehen, warum die PKV ein, zwei doch zumindest schwierigere Jahre hinter sich gebracht hat. Ich glaube, das hat zwei wesentliche Ursachen.

Zum einen haben im letzten Jahr die massiven Diskussionen zum Thema Bürgerversicherung natürlich das Umfeld für die private Vollversicherung negativ beeinflusst. Zum anderen hatten wir letztes Jahr nahezu Jubeltiraden bei den gesetzlichen Krankenkassen, wenn man sich an die Berichterstattung erinnert.

Darüber hinaus haben die Diskussionen um das Thema Beitragsstabilität in der PKV oder Tarifwechselmöglichkeiten das Geschäft nicht eben erleichtert.

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Wie ist die Situation aktuell?

In diesem Jahr wendet sich das Blatt langsam wieder. Wir stellen das in Gesprächen mit unseren Vertriebspartnern fest. Wir merken das aber auch in den Gesprächen mit unseren Kunden. Darüber hinaus sind die Zeiten großer Finanzpolster bei den gesetzlichen Kassen vorbei.

Wir werden wieder Zusatzbeiträge sehen, die für viele Kunden der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahre 2015 noch verschmerzbar sein werden, da der gestrichene Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent die Erhöhungen weitgehend kompensiert.

Aber ab 2016 müssen dann die Arbeitnehmer bei eingefrorenem Arbeitgeberanteil die Kostensteigerungen allein zahlen, was sie empfindlich treffen wird. Nicht zuletzt muss ein freiwillig Versicherter in der GKV über 700 Euro für seinen Krankenversicherungsschutz aufbringen.

Seite zwei: „Garantie bis Ende 2015 ausgesprochen“

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