23. Oktober 2014, 16:30
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Analyse: Kürzungen für Lebensversicherte gehen weiter

Viele Lebensversicherte müssen auch künftig mit Kürzungen ihrer Policenguthaben rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Partner in Life (PiL). Die stärksten Wertkorrekturen werden demnach die Policen erfahren, die in den nächsten fünf bis acht Jahren ablaufen, teilt das Unternehmen mit.

Lebensversicherung: Kürzungen gehen weiter

Dean Goff: “Kunden von Versicherungsunternehmen, die bereits frühzeitig gegengesteuert hatten, die über eine vergleichsweise moderate Kostenquote verfügen, keine allzu hohen Garantieverpflichtungen bedienen müssen und eine gute Reserveausstattung aufweisen können, haben weniger zu befürchten”.

Grund hierfür sei, dass diese Policen nicht mehr an steigenden Zinsen am Kapitalmarkt partizipieren könnten und zudem geringere Zuwächse aus den Garantien erlebten, erklärt Dean Goff, Vorstand von Partner in Life, das auf den Ankauf und die Bewertung von Lebensversicherungsverträgen spezialisiert ist.

Die Analyse von PiL kommt zu dem Fazit, dass das kürzlich in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) nur einen Teil der Versicherungsbranche stütze und die Branche somit weiter gehörig unter Druck steht.

PiL: Zinsverpflichtungen dreimal so hoch wie die Entlastung bei den Bewertungsreserven

“Die Bewertungsreserven der Branche, die nach dem LVRG künftig nicht mehr hälftig an die ausscheidenden Versicherten ausgekehrt werden müssen, belaufen sich Schätzungen zufolge auf rund 47 Milliarden Euro. Dem stehen Zinsverpflichtungen aus Garantien gegenüber, die sich näherungsweise auf bis zu 150 Milliarden Euro belaufen könnten”, teilt PiL mit.

Dieses Missverhältnis dürfte langfristige Folgen haben: “Wir sehen, dass seit Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und dem sukzessiven Rückgang des Zinsniveaus rund 80 Prozent der etwa 92 Lebensversicherer in Deutschland gezwungen waren, regelmäßig auch die Schlussüberschussanteile zu kürzen”, sagt Goff. Dies komme bei den Kunden in Gestalt von sinkenden Rückkaufswerten und Ablaufprognosen an.

Seite zwei: Bei welchen Gesellschaften Kunden besser vor Kürzungen geschützt sind

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