Studie: Nachfolgermangel gefährdet Altersvorsorge von Vermittlern

Trotz eines Durchschnittsalters von 48 Jahren haben weniger als zehn Prozent der deutschen Versicherungsvermittler bereits Regelungen zur Nachfolge ihres Betriebes getroffen. Dies ergab eine vorläufige Auswertung der aktuell laufenden Studie „Nachfolgemanagement im Versicherungsvertrieb“ durch die Versicherungsforen Leipzig.

Viele ältere Vermittler sind auf den Verkaufserlös ihres Betriebs angewiesen, um im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Eine „stufenweise Abgabe“ des Betriebes gehöre zu den favorisierten Modellen der Befragten, berichtet Mario Gärtner, Kompetenzfeldleiter Versicherungsvertrieb bei den Versicherungsforen Leipzig. Dabei sei es allerdings problematisch, so Gärtner, dass lediglich ein Drittel der bisherigen Teilnehmer ihren Unternehmenswert beziehungsweise ihren Ausgleichsanspruch kennen würden.

Vermittler benötigen Verkausfserlös für die Altersvorsorge

„Dies ist eine Krux, denn ein Großteil der Vermittler ist im Rahmen der eigenen Altersvorsorge sogar auf den Verkaufserlös oder einen Ausgleichsanspruch angewiesen“, gibt der Experte zu bedenken.

In der ersten Woche der Erhebung habe die Untersuchung bereits großen Zuspruch erhalten, es würden aber auch weiterhin Ausschließlichkeits-, Mehrfachvertreter und Makler als Teilnehmer für die Studie gesucht. Die Umfrage ist bis zum 16. Februar frei geschaltet und soll etwa zehn Minuten in Anspruch nehmen. (lk)

Foto: Shutterstock

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