Anzeige
16. Mai 2014, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dein Wille geschehe – 10 Tipps zur Patientenverfügung

Patientenverfügung. Ein Wort, das viele mit alten, gebrechlichen Menschen verbinden. Doch der Skiunfall Michael Schumachers Anfang des Jahres hat gezeigt: Es kann jeden treffen – schneller, als man denkt.

Patientenverfügung

Gita Neumann, Humanistischer Verband: “Eine Patientenverfügung entlastet alle Beteiligten in der eh schon sehr schweren Situation.”

“Für die Angehörigen sind solche Situationen ein absoluter Schock”, sagt Margit Winkler, Inhaberin des Instituts Generationenberatung. “Vor allem junge Menschen sind selten auf solche Ernstfälle vorbereitet und haben Vollmachten oder Verfügungen erstellt.” Doch genau diese seien essenziell.

Dem pflichtet auch Gita Neumann vom Humanistischen Verband in Berlin bei. Die beiden Vorsorge-Expertinnen geben zehn Tipps zur Patientenverfügung – warum sie wichtig ist, wie sie erstellt wird und welche Fehler dabei passieren können.

1. Warum eine Patientenverfügung?

“Es ist nur fair den Angehörigen gegenüber, alles zu regeln”, bringt Winkler es auf den Punkt. “Denn gerade bei der Patientenverfügung geht es um sehr emotionale Entscheidungen – wenn nicht sogar die emotionalsten überhaupt.”

2. Eine Patientenverfügung ist doch nur was für Ältere

Neumann ist unentschlossen: “Ja, weil jüngere und damit noch gesunde Menschen weniger betroffen sind, in einen einsichtsunfähigen Zustand zu geraten. Und nein, weil die Katastrophe – etwa ein Skiunfall – unvermittelt und deshalb besonders brutal zuschlägt”, sagt sie.

Zudem werden gerade bei jüngeren Menschen lebenserhaltende Maßnahmen wie die künstliche Ernährung jahre- oder sogar jahrzehntelang aufrechterhalten, wenn es keine Patientenverfügung mit gegenteiliger Aussage gebe.

3. Wie am besten anfangen?

“Eine Patientenverfügung verfasst man nicht jeden Tag”, sagt Winkler. Deshalb seien viele zunächst überfordert. Professionelle Hilfe geben Ärzte, Kirchen, das Rote Kreuz oder auch der Humanistische Verband in Berlin, für den Neumann tätig ist.

Diese erklärt: “Am Anfang steht zunächst die Frage: Was ist mein persönliches Motiv, was möchte ich vermeiden? Und habe ich eine Vertrauensperson – oder mehrere, die ich für meine Gesundheitssorge bevollmächtigen kann?”

Zudem gilt: Eine Patientenverfügung schreibt man nicht mal eben herunter. Dafür sollte man sich genügend Zeit nehmen. Schließlich geht es um sehr tiefgreifende Entscheidungen.

4. Was gehört in das Dokument?

Eine vom Gesetzgeber vorgefertigte Patientenverfügung gibt es nicht, da jeder individuelle Entscheidungen treffen sollte. Dennoch finden sich im Internet verschiedenste Musterformulare. “Der größte Fehler, den man machen kann, ist, auf vorgefertigte Drucke zurückzugreifen und nur Kreuzchen zu setzen”, warnt Winkler. Dies spiegle meist nur bedingt den eigenen Willen wider. Je individueller, desto besser. Da sind sich beide Expertinnen einig.

“Eine Patientenverfügung entlastet alle Beteiligten in der eh schon sehr schweren Situation”, sagt Neumann. “Optimal ist daher eine individuell maßgeschneiderte Verfügung, die sich am eigenen Gesundheitsbild orientiert.”

Seite zwei: Patientenverfügung regelmäßig aktualisieren

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Parität wiederhergestellt: Was ändert sich für Versicherte?

Ab dem 01. Januar 2019 teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Krankenkassenbeiträge wieder zur Hälfte. Aber auch Selbstständige und ehemalige Soldaten profitieren. Einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen gibt “Spiegel Online”.

mehr ...

Immobilien

Ein Monat Baukindergeld: “Jeder Fünfte fragt im Erstgespräch”

Einen Monat nach Einführung des Baukindergeldes am 18. September verzeichnet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen, reges Interesse an der staatlichen Förderung.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

M&M Belastungstest und LV-Rating: Die Branche ist stabil

Trotz schwieriger Situation am Kapitalmarkt halten sich die deutschen Lebensversicherer verhältnismäßig gut. Das zeigen das aktuelle Rating LV-Unternehmen  und der Belastungstest von Morgen & Morgen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Elfter Publikumsfonds von Patrizia

Die Patrizia Immobilien AG, der globale Partner für pan-europäische Immobilien-Investments, baut das Angebot an Immobilien-Publikumsfonds weiter planmäßig aus. Die Tochtergesellschaft Patrizia GrundInvest legt bereits den elften Publikumsfonds auf und macht Anlegern erstmals den Berliner Immobilienmarkt zugänglich. Mit dem neuen Patrizia GrundInvest Berlin Landsberger Allee können Anleger in ein gemischt genutztes Gebäudeensemble im attraktiven Berliner Immobilienmarkt investieren.

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...