W&W AG plant Delisting der LV-Tochter

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) strebt für die Tochtergesellschaft Württembergische Lebensversicherung AG (WürttLeben) den Rückzug von der Börse an und macht den Minderheitsaktionären ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot für deren Aktien.

W&W-Zentrale in Stuttgart

Das Angebot beträgt 17,75 Euro je Aktie. Am 10. Dezember lag der Kurs der Aktie bei 17 Euro. Das Angebot ist aus steuerlichen Gründen bis zu einer Höhe von 94,9 Prozent der W&W-Anteile an der WürttLeben begrenzt, so die Muttergesellschaft.

W&W hält 83,4 Prozent

Zugleich plant die WürttLeben das Delisting ihrer Aktien an der Börse. Die W&W AG ist derzeit zu 83,4 Prozent an der WürttLeben beteiligt, der Rest ist breit gestreut. Die Gesellschaft hatte vor dem Hintergrund des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) im Sommer 2014 angekündigt, trotz erwarteter Gewinne bis auf Weiteres keine Dividende mehr an ihre Aktionäre auszuschütten, wozu das LVRG zwingt.

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Sperre betrifft Dividendenzahlungen

Die Ausschüttungssperre betrifft nur die Dividendenzahlungen an die Aktionäre. Garantiezusagen an die Kunden und die deklarierte Überschussbeteiligung sind davon nicht betroffen.

Delistung zwecks Kostensenkung

Die WürttLeben war bislang schon die einzige verbliebene im geregelten Markt notierte Lebensversicherung in Deutschland. Um die Aufstellung der W&W-Gruppe weiter zu straffen und Kosten zu senken, sei beabsichtigt, die WürttLeben vom regulierten Markt zu nehmen. Ziel sei, unter Berücksichtigung von Effizienz, Effektivität und Innovation unter den Top-Lebensversicherern auf nachhaltigem Erfolgskurs zu bleiben.

Foto: W&W

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