Allianz schreibt Millionen wegen Auflösung der Hypo Alpe Adria ab

Der Versicherer Allianz bekommt das Debakel um die Abwicklung der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria auch in der Bilanz zu spüren. Der Konzern schrieb bisher mit 56 Millionen Euro gut 40 Prozent der Forderungen ab, die der Versicherer gegenüber der Abwicklungsanstalt Heta hat.

Geschäftlich hat die Allianz im ersten Quartal von soliden Geschäften mit Vorsorgeprodukten und vom schwachen Euro profitiert.

Dies sagte Finanzvorstand Dieter Wemmer am Dienstag in München. Insgesamt ist die Allianz dort mit 133 Millionen Euro engagiert.

Wemmer rechnet mit mehreren Jahren Streit

Österreich hatte die Abwicklungsanstalt vor zwei Monaten eingefroren und damit etliche Finanzkonzerne in Deutschland zu Wertberichtigungen gezwungen. Betroffen sind etwa die Commerzbank, die Hypovereinsbank, die Hypo Real Estate und der Rückversicherer Munich Re. Offen ist, wie der Streit ausgeht. Er rechne mit mehreren Jahren, sagte Wemmer.

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Das Landgericht München hatte zuvor die Heta zur Rückzahlung einer Milliardensumme an die BayernLB verurteilt. Die Bank müsse offene Kreditforderungen aus mehreren Verträgen mitsamt Zinsen ersetzen. Die Heta ging daraufhin in Berufung. Das Urteil hatte die Hoffnung genährt, dass auch andere Banken Rückzahlungen erwarten könnten.

Allianz profitiert von Euro-Schwäche

Geschäftlich hat die Allianz im ersten Quartal von soliden Geschäften mit Vorsorgeprodukten und vom schwachen Euro profitiert. Gut lief es vor allem in der Sparte Lebens- und Krankenversicherungen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg in diesem Bereich zum Jahresstart um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Allianz

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