Anzeige
22. April 2015, 18:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Alte Leipziger profitiert von Zins-Schlussverkauf

Der Versicherungskonzern Alte Leipziger-Hallesche konnte 2014 vor allem in der Lebensversicherung stark wachsen. Das Neugeschäft kletterte um rund 40 Prozent. Ein Schlussverkaufseffekt bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen trug maßgeblich dazu bei.

Alte Leipziger profitiert von Zins-Schlussverkauf

Sitz des Alte Leipziger-Hallesche-Konzerns im hessischen Oberursel.

Der gesamte Neuzugang in der Lebensversicherung kletterte von 589 Millionen Euro auf 820 Millionen Euro (plus 39,1 Prozent), teilte der Versicherungskonzern am Mittwoch in Oberursel mit. Die Bruttobeiträge in der Lebensversicherung wuchsen um 16 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro.

Schlussverkauf in der Lebensversicherung

Als wichtige Umsatzträger nannte das Unternehmen Berufsunfähigkeitsversicherungen, die betriebliche Altersversorgung sowie das Privatkundengeschäft mit fondsgebundenen und klassischen Rentenversicherungen.

Letztgenannte Produkte haben sich im Jahresendgeschäft besonders gut verkauft, da sich offenbar viele Kunden einen Klassik-Vertrag zu den alten Konditionen sichern wollten. Denn der Garantiezins, mit dem die Lebensversicherer das ersparte Guthaben ihrer Klassik-Kunden verzinsen, ist zum 1. Januar 2015 von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent abgesenkt worden.

Strategie der Alten Leipziger voll aufgegangen

Damit ist die Strategie der Alten Leipziger, werbewirksam auf die bevorstehende Kürzung des Garantiezinses hinzuweisen voll aufgegangen. Andere Gesellschaften hatten sich hier weitaus weniger hervorgetan – auch deshalb, weil sie bereits das Geschäft mit klassischen Garantieprodukten zugunsten der weniger kapitalintensiven fondsgebundenen Produkte zurückgefahren haben.

Das Neugeschäft der Hallesche, dem Krankenversicherer im Konzern, stieg um 18,6 Prozent auf 2,4 Millionen Euro. Aufgrund nur geringer Beitragsanpassungen seien die gebuchten Bruttobeiträge um ein Prozent gesunken und erreichten 1,141 Milliarden Euro.

Eigenkapital erreicht Höchstmarke

Der Gesamtumsatz des Konzerns, einschließlich der Mittelzuflüsse im Bauspar- und Investmentfondsgeschäft, hat sich dem Konzern zufolge “insgesamt sehr positiv entwickelt”: Er stieg auf rund 4,2 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent).

Zudem habe man auch in 2014 das Eigenkapital der beiden Gesellschaften “dank der guten Entwicklung der Jahresüberschüsse deutlich gestärkt”. Es erreichte die neue Höchstmarke von 1,019 Milliarden Euro (2013: 884 Millionen Euro). (lk)

Foto: Alte Leipziger

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Zinszusatzreserve: “Korridormethode bringt zehn Milliarden Euro Entlastung – allein 2018“

Die Kölner Rating-Agentur Assekurata kritisiert in ihrem diesjährigen Marktausblick zur Lebensversicherung 2018 erneut die gegenwärtige Berechnungsmethodik zum Aufbau der Zinszusatzreserve (ZZR) und mahnt eine Umstellung auf die Korridormethode an. Diese war von der deutschen Aktuarvereinigung (DAV) in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erarbeitet worden.

mehr ...

Immobilien

USA: Baubeginne fallen deutlich stärker als erwartet

Die US-Bauwirtschaft hat sich im Juni enttäuschend entwickelt. Die Wohnungsbaubeginne sanken so stark wie seit November 2016 nicht mehr. Das geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Mittwoch hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Größtes Freihandelsabkommen der EU

Während Donald Trump sämtliche Handelsvereinbarungen platzen lässt und zusätzlich Strafzölle verhängt, hat die Europäische Union hat mit Japan ihr bislang größtes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Ökonomen freuen sich über die Rückkehr der Vernunft, aber Verbraucherschützer sind alarmiert.

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB-Tochter gewinnt Großanleger aus Belgien

Die MPEP Management Luxembourg S.à r.l. (MPEP), ein Tochterunternehmen des Private Equity Spezialisten RWB Group, hat die Zusage über ein Investment in zweistelliger Millionenhöhe von einem alternativen Investmentfonds erhalten, der von Degroof Petercam verwaltet wird.

mehr ...

Recht

Erbbaurecht: Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks

Kommunen, Kirchen und Stiftungen vergeben häufig Erbbaurechte. Als “Eigentum auf Zeit” können diese gerade für junge Familien mit wenig Eigenkapital eine Alternative zum Kauf eines Baugrundstücks darstellen. Die Hamburgische Notarkammer erklärt.

mehr ...