bAV vor dem Gezeitenwechsel

Dieses Hemmnis zu beseitigen, ist vor allem im Interesse der Lebensversicherer. Denn die nachlassende Dynamik in der bAV-Verbreitung kann sich die Versicherungswirtschaft in diesen Zeiten eigentlich nicht leisten. Sie ist auf Neugeschäft angewiesen, um ihre Erträge zu stabilisieren.

Doch die bAV kann seit 2009 lediglich mit dem Beschäftigungszuwachs mithalten, nicht aber darüber hinaus wachsen. Die Folge: Der Verbreitungsgrad schafft es nicht, das scheinbar gläserne Dach zu durchstoßen, das sich in Höhe der 60-Prozent-Marke über Deutschland aufspannt.

„Größere Unternehmen vorn“

In kleineren Firmen liegt der Anteil der bAV-Anwartschaften sogar oftmals unterhalb von 50 Prozent. Bei der Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung haben nach Angaben von Professor Dr. Frank Wallau, Dozent für Mittelstandspolitik an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn, „größere Unternehmen die Nase vorn“.

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Betriebe mit mehr als 1.000 Beschäftigten weisen „einen Verbreitungsgrad unter den Arbeitnehmern von über 80 Prozent“ auf, erklärte Wallau gegenüber dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

„Dagegen liegt der Anteil der Beschäftigten mit betrieblicher Altersversorgung bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern bei unter 40 Prozent.“

Oftmals scheitere es bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern am Verständnis und an fehlenden Informationen über die betriebliche Altersversorgung, so Wallau.

Outsourcing der kompletten bAV-Verwaltung

Für xbAV-Geschäftsführer Bockelmann sind zwei Gründe wesentlich für den unbefriedigenden Zustand: „Zum einen der Erklärungsaufwand, den die bAV mit sich bringt – auf Vermittlerseite – und zum anderen der administrative Aufwand – auf Arbeitgeberseite.“

Speziell zur Entlastung der Arbeitgeber sieht Bockelmann im Outsourcing der kompletten bAV-Verwaltung einen sinnvollen Ansatz: So läge die bAV-Beteiligungsquote der Unternehmen, die zeitgemäße Verwaltungssysteme nutzten, „weit über dem Durchschnitt“, betont der Experte.

Seite drei: Chef ist Personalabteilung

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