PKV: Begehrte Zielgruppe Beihilfeberechtigte

Die private Krankenversicherung (PKV) hat weiterhin einen schweren Stand. Versicherer, die sich auf die Zielgruppe der Beihilfeberechtigten konzentrieren, erzielten die höchsten Nettoneuzugänge in der Vollversicherung. Das Geschäftsfeld weckt Begehrlichkeiten, allerdings dürfte es für Neueinsteiger schwer werden, den etablierten Marktakteuren Konkurrenz zu machen.

Beamte erweisen sich als „äußerst bestandsfeste und zahlungskräftige“ Zielgruppe.

Zu diesen Schlussfolgerungen kommt eine aktuelle Analyse der Kölner Assekuranz Rating-Agentur Assekurata.

Imageproblem der PKV

Nicht nur die negative Berichterstattung aus dem Jahr 2012 zur Beitragsentwicklung klebe weiterhin am Image der PKV, auch die höheren Beiträge der Unisextarife im Neugeschäft und die Senkung des allgemeinen Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu Jahresanfang sorgten für Zurückhaltung bei potenziellen PKV-Kunden.

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Folglich haben der Rating-Agentur zufolge die meisten PKV-Versicherer mit einem stark schrumpfenden Bruttoneugeschäft zu kämpfen. Im Jahr 2013 konnten nur zwölf von 34 Unternehmen einen Nettobestandszuwachs in der Vollversicherung verbuchen und für 2014 geht Assekurata von einer einstelligen Zahl aus.

Neugeschäft durch Geburten aufgebläht

Hinzu komme, dass ein nicht unwesentlicher Anteil des PKV-Neugeschäfts aus Geburten beziehungsweise der Kindernachversicherung generiert werde. Ließe man diese unberücksichtigt, könne man laut der Assekurata-Experten „die Zahl der Unternehmen mit realem Bestandszuwachs vermutlich sogar an einer Hand abzählen“.

Innerhalb der Branche gebe es dennoch Gewinner und Verlierer. Zu ersteren gehörten insbesondere Versicherer, die sich auf die Beihilfeberechtigten als primäre Zielgruppe festgelegt haben. Hierzu zählen der Analyse zufolge die Axa/DBV, die Debeka und die Huk-Coburg mit den höchsten Nettoneuzugängen in der Vollversicherung.

Seite zwei: Beamtengeschäft ist kein Selbstläufer

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