BU-Absicherung: Die besten Policen

Die Verbraucherzeitschrift „Finanztest“ hat in ihrer aktuellen Ausgabe Berufs­unfähigkeits­versicherungen (BU) unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: 40 der 70 geprüften Produkte schneiden mit „sehr gut“ ab. Das Problem sei aber, kritisieren die Verbraucherschützer, dass Menschen aus Risikoberufen oder mit Vorerkrankungen gar keinen Vertrag erhielten.

Berufs­unfähigkeits­versicherung: 40 von 70 Policen sind „Finanztest“ zufolge „sehr gut“.

Den ersten Platz des BU-Produktrankings teilen sich die Hanse Merkur mit ihrem Tarif „SBU Profi Care“ und die Provinzial Rheinland mit der Police „SBU Top-SBV“. Beide erhielten die Finanztest-Bewertung 0,7. Dabei entsprechen die Werte von 0,5 bis 1,5 der Note „sehr gut“.

11 Tarife liegen zwischen 0,7 und 1,0 

Dahinter konnte sich die Europa Versicherung mit ihrer „SBU Vorsorge Premium“ platzieren, die mit einer Gesamtnote von 0,8 abschnitt. Die nächstplatzierten Versicherer im Ranking sind Condor („SBU C 80“) sowie die R+V mit ihren Tarifen „BUZ BR“ (R+V a.G.) und „SBU BV“ (R+V AG). Alle drei erreichten eine Bewertung von 0,9.

Gleich fünf weitere Versicherungsgesellschaften konnten sich die Note 1,0 sichern: Die Allianz („SBU Plus OBUU“), die Alte Leipziger („SBU BV10“), die Dialog Versicherung („SBU professional“), die Generali („SBU 15“) und der Volkswohl Bund mit seiner „SBU“.

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„Bedingungen“ besonders wichtig

Nach Angaben von „Finanztest“ wurden für den Test alle in Deutschland niedergelassenen Versicherer nach ihrer günstigsten BU-Versicherung für drei Modellkunden befragt: Eine Diplomkauffrau, ein Industriemechaniker und eine Arzthelferin.

Habe man von Versicherern mehrere Tarife erhalten, habe man alle bewertet, erklären die Tester. Darunter seien sowohl selbständige Verträge (SBU) gewesen, als auch Zusatzversicherungen (BUZ), die den Berufsunfähigkeitsschutz an eine Risikolebensversicherung koppeln. Bewertet wurden die Dimensionen „Bedingungen“ und „Anträge“, wobei erstere mit einer Gewichtung von 75 Prozent in die Beurteilung eingeflossen sind.

Die Studienmacher resümieren: „Es gibt eine große Auswahl an sehr guten Tarifen. Das große Problem ist: Viele, die in Risikoberufen arbeiten oder längst überstandene Vorerkrankungen haben, bekommen gar keinen Vertrag“. (nl)

Foto: Shutterstock

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