Geldanlage-Notstand: Nun bleiben fast nur AIF

Gold ist ebenfalls keine echte Alternative. Seinen Nimbus als „sicherer Hafen“ oder „Wertspeicher“ hat das Edelmetall längst verloren. Gegenüber seinem Höchststand Mitte 2011 hat der Goldpreis in US-Dollar 40 Prozent verloren und verzeichnete vergangene Woche den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Dennoch liegt der Preis noch immer rund 50 Prozent über dem Vor-Krisen-Niveau von 2007.

Wie er sich weiter entwickelt, weiß heute niemand und ein kleiner Teil Gold im Portfolio kann zu Spekulationszwecken oder als „Versicherung“ gegen eine erneute Eskalation der Eurokrise und den Zusammenbruch des Finanzsystems durchaus Sinn machen. Als Kapitalanlage jedoch taugt Gold nicht.

Gleiches gilt für Objekte wie Kunstwerke oder Oldtimer, deren (finanzieller) Wert sich ebenfalls ausschließlich aus der Käufernachfrage ergibt, nicht aber aus einem wirtschaftlichen Nutzen oder einem laufenden Ertrag.

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Behörden befürchten Wohnungs-Kreditblase

Höchste Vorsicht ist auch bei den derzeit so beliebten Wohnimmobilien geboten. Auch weil sich wegen der niedrigen Zinsen viele Menschen den Schuldendienst für eine eigene Immobilie scheinbar leisten können, droht der Markt zu überhitzen.

Vor vier Wochen schlug gar der Ausschuss für Finanzstabilität Alarm. Er empfahl der Bundesregierung, eine Regulierung der Kreditvergabe für private Wohnungskäufe vorzubereiten. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen ein Mindest-Eigenkapital der Käufer, ein Mindest-Tilgungssatz sowie ein maximales Verhältnis von Verschuldung und Einkommen – ein scharfer Eingriff also.

Das Gremium ist nicht irgendwer: Es besteht aus Vertretern des Finanzministeriums, der Bundesbank, der BaFin und der bisher eher unauffälligen Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung.

Seite drei: Schriller Alarm für Wohnungskäufer

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