18. September 2015, 17:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: So punkten Versicherer bei Kleinstunternehmen

Jeder fünfte Kleinstunternehmer würde gerne mehr für seine Absicherung tun, fühlt sich in Versicherungsfragen aber überfordert. Dies ergab eine Umfrage des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Heute und Morgen unter 300 Eigentümern und Geschäftsführern von Unternehmen mit unter zehn Beschäftigten.

Gewerbeversicherung: Wie Versicherer bei Kleinstunternehmen punkten können

Welche Gewerbeversicherungen für den eigenen Betrieb überhaupt notwendig und vorteilhaft sind, ist vielen Kleinunternehmern laut Studie ein Rätsel.

In Kleinstbetrieben ab fünf bis neun Beschäftigten gilt dies sogar für mehr als jeden Vierten (28 Prozent).

Darüber hinaus zeigt sich jeder dritte Kleinstunternehmer unsicher, welche Gewerbeversicherungen für den eigenen Betrieb überhaupt notwendig und vorteilhaft sind; bei Jungunternehmern unter fünfjähriger Geschäftstätigkeit sind dies sogar 44 Prozent.

Angst vor längerem Ausfall der eigenen Person

Hinsichtlich ihrer Produkt- und Anbieter-Präferenzen gestaltet sich die Zielgruppe der Kleinstunternehmen nach Meinung der Studienautoren sehr heterogen: “während die einen die Prinzipien ‘Rundum-Schutz’ sowie ‘Alles-aus-einer-Hand’ bevorzugen, wünschen sich die anderen ausschließlich ‘Existenzsichernden Basisschutz’ und ziehen eine spartenorientierte ‘Spezialisten-Auswahl’ vor.”

Die mit Abstand größte Sorge von Kleinstunternehmern – unabhängig der Branche – ist demnach der längere Ausfall der eigenen Person aufgrund von Krankheiten oder Unfällen. Hier könnten Produktlösungen und Verkaufsargumente primär ansetzen, raten die Marktforscher.

Flexible und innovative Versicherungslösungen gefragt

Bei den Kleinstunternehmern besonders gefragt seien zudem flexible und innovative Versicherungslösungen, die sich dynamisch an die Risiken beziehungsweise die Höhen und Tiefen der Geschäftsentwicklung anpassten.

Für die Information und Beratung zu Firmenversicherungen wünschen sich die Kleinstunternehmen Branchen-Spezialisten – allerdings bezweifeln sie derzeit noch häufig, dass die Versicherer überhaupt die nötige Branchenexpertise aufweisen.

Wie Berater bei Firmeninhabern Eindruck hinterlassen

“Zertifikate, Kooperationen mit IHKen und Branchenverbänden sowie die Darstellung von Referenzen auf der Homepage können daher für die Gewerbekunden wichtige Orientierung und Vertrauen schaffen”, lautet die Empfehlung der Autoren.

Kleinstunternehmen mit unter zehn Beschäftigten stellen nach Angaben von Heute und Morgen mit rund 3,3 Millionen Betrieben in Deutschland die mit Abstand größte Firmengruppe dar; 90 Prozent aller Unternehmen fallen in diese Kategorie. Dies eröffne für die Versicherungswirtschaft in diesem Kundensegment attraktive Wachstumspotenziale – zumal das reine Privatkundengeschäft in vielen Bereichen stagniere, betonen die Marktforscher.

Erfolgschancen liegen demnach vor allem in Produktlösungen, die sich dynamisch an die Geschäftsentwicklung anpassen, in Bausteintarifen und nicht zuletzt in branchenspezifischem Versicherungs-Know-how. (lk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Doppelschlag von Fed und EZB

Auf der Pressekonferenz der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch war die Ansage von Jerome Powell eindeutig: Sollte der Handelskrieg weiter schwelen und somit auch das Erreichen des Inflationsziels gefährden, stehe die Fed Gewehr bei Fuß, um die Zinsen erstmals seit 2008 zu senken. Noch deutlicher war die Kunde, welche die sogenannten Dots verbreiteten. Ein Kommentar von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei Blackrock.

mehr ...

Berater

Banken schöpfen digitales Potential nicht aus

Capco, Management- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken. Befragt wurden Kunden und Führungskräfte von mehr als 100 Kreditinstituten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen über den Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft. Das Zeugnis für die Banken fällt dabei ernüchternd aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...